Lesung mit Autor Klaus-Peter Wolf: Mords-Spaß in Bebra

Bebra. Mord und Totschlag können ganz schön unterhaltsam sein. Vor allem mit Klaus-Peter Wolf. Der Bestseller-Autor, dessen Ostfriesen-Krimis schon über eine Viertelmillion Mal verkauft wurden und jetzt für das ZDF verfilmt werden, war am Montagabend zu einer gut besuchten musischen Lesung im „Be“ in Bebra zu Gast.

Gemeinsam mit seiner Frau, der Kinderliedermacherin Bettina Göschl, gab er dabei tiefe Einblicke in seine Arbeit und das Leben eines Künstlerehepaars. Dabei zeigte sich Klaus-Peter Wolf als humorvoller und sehr liebenswerter Mensch, dem man eine derart abgründige Fantasie, wie sie in seinen Krimis offenbar wird, gar nicht zutraut.

„Ich muss immer ganz tief rein in meine Figuren, wenn ich schreibe“, erzählte der Autor. Seine Frau erkenne meist schon an seinem Gang, ob er nun gerade im Macho Ruppert, in der cleveren Kommissarin Ann Kathrin Klaasen oder dem weisen Kripo-Chef Ubbo Heide steckt. „Wer glaubt, ein Dichter ist nur eine Person, der irrt, mein Mann ist eine ganze Polizeiinspektion“, heißt es deshalb auch in einem der Lieder von Bettina Göschl, mit denen sie eine Art Soundtrack zu den Krimis ihres Mannes geschaffen hat und davon einige Songs vortrug.

Außerdem erfuhren die Zuhörer, dass der Autor seine Bücher von Hand in Kladden schreibt – und das immer dort, wo er gerade ist, so auch in den rund 200 Hotelzimmern, in denen er pro Jahr durch seine Lesereisen nächtigt.

Die Hörbücher seiner Krimis spricht Klaus-Peter Wolf übrigens selbst ein. Er klinge wie ein Psychopath habe ein Kritiker geschrieben, der ihn wohl nicht leiden könne, erzählte Klaus-Peter Wolf und fügte launig hinzu: „Ist ja auch kein Wunder, wenn es um Psychopathen geht.“

Nachdem die vielen Fans ausreichend Gelegenheit hatten, Autogramme von ihrem Lieblingsautor zu bekommen, entließ Klaus-Peter Wolf sie in die Nacht. „Passen Sie gut auf, wenn Sie jetzt im Dunkeln nach Hause gehen“, warnte er mit seiner besten Psychopathenstimme. „Ich möchte nicht, dass ihnen etwas passiert – außer meinen Lesern habe ich nämlich nichts.“

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