33 Plätze besser im Deutschland-Vergleich

Landkreis Hersfeld-Rotenburg  verbessert sich im Focus-Ranking

Produktivität und Standortkosten: Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt im "Focus"-Ranking in diesen Kategorien unter den Top 100 bundesweit. Unser Foto zeigt das K+S-Verbundwerk in Philippsthal mit der Abraumhalde im Hintergrund.  

Hersfeld-Rotenburg. 33 Plätze besser als vor drei Jahren: Beim „Deutschland-Ranking 2018“ des am Samstag veröffentlichen „Focus“-Magazins ist der Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf Platz 221 von 401 geklettert und steht nun unter anderem vor dem Schwalm-Eder-Kreis.

In vier von insgesamt fünf berücksichtigten Kategorien – Wachstum und Jobs (Platz 262), Firmengründungen (272), Einkommen und Attraktivität (268) sowie Lebensqualität (217) – schneidet der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bundesweit zwar nur durchschnittlich ab. In der Kategorie Produktivität und Standortkosten schafft es der Kreis aber mit Rang 87 in die Top 100. 

„Das Ranking zeigt: Unsere Region hat sich insgesamt positiv entwickelt, nicht zuletzt wegen der Initiativen des Regionalmanagements Nordhessen“, sagte Landrat Dr. Michael Koch. „Damit wir unsere Position halten können, müssen Ausbau von Internet und Schienenverkehr vorangehen, der ICE-Halt muss bleiben.“

Landrat zweifelt an Aussagekraft

Koch zweifelte aber gleichzeitig an der Aussagekraft des Rankings. „Eine beschränkte Sicht auf Landkreisgrenzen erscheint mir nicht mehr zeitgemäß“, so der Landrat, „wir sind Kaliregion mit Thüringen, schnelles Internet bauen wir mit anderen nordhessischen Landkreisen aus.“

In der oberen Tabellenhälfte halten konnte sich der Landkreis Fulda (Platz 125 vor drei Jahren, jetzt 126). Der Schwalm-Eder-Kreis bleibt auf Rang 250. In der Tabelle weiter nach unten gerutscht ist der Vogelsbergkreis (von Platz 265 auf 291). Der Werra-Meißner-Kreis belegt nach Platz 349 vor drei Jahren jetzt sogar nur noch den 360. Rang. Der Wartburgkreis hat sich von Rang 309 auf Platz 249 verbessert. Gesamtsieger ist der Landkreis München, Bester in Hessen der Main-Taunus-Kreis.

Für das Ranking hatten Kölner Sozialforscher alle deutschen Kreise und kreisfreien Städte nach bestimmten Kriterien verglichen.

Hintergrund: Diese Kriterien flossen in das Ranking ein 

Entscheidend für das „Focus“-Ranking waren folgende Einzelindikatoren, verteilt auf fünf Kategorien: Wachstum und Jobs (Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, Arbeitslosenquote), Firmengründungen (Gewerbean- und abmeldungen, Verfügbarkeit von schnellem Internet), Produktivität und Standortkosten (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, Gewerbesteuerhebesatz), Einkommen und Attraktivität (Haushaltseinkommen, Verdienst, Zu- und Wegzüge) und Lebenqualität (Kriminalitäts- und Wohnungseinbruchrate, Nachwuchs-Arbeitskraftpotenzial, Altersarmutsrisiko, Krankheitstage, Steuereinnahmen, Trinkwasserqualität).

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