Nur AfD stimmt gegen Investition von einer halben Million Euro

Landkreis steckt Überschuss in Schulsanierungen

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg steckt über eine halbe Million Euro in dringend nötige Sanierungen an Schulen und Verwaltungsgebäuden in Bebra, Bad Hersfeld und Alheim. Der Protest der Kreistagsmitglieder der Alternative für Deutschland sorgte für emotionale Reaktionen.

Das Geld stammt aus einem Budgetüberschuss. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Peter Fricke kritisierte daher erneut die im Dezember für zwei Jahre beschlossene Haushaltsplanung. „Wir hatten damals mit unseren Einwänden offenbar recht“, sagte er und kündigte an, auch gegen diesen Nachtrag zu stimmen. Das Gebäudemanagement müsse angesichts der angekündigten Sanierungen offenbar falsch gerechnet haben. 

„Nicht mal für Schüler will die AfD Geld ausgeben“, entgegnete Landrat Dr. Michael Koch und nannte Frickes Äußerungen „unsachlich“. Manchmal passierten eben Sachen, die unplanbar seien. Unverständnis äußerte auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Fehr. Ich verstehe Herrn Fricke nicht“, sagte er, „die Dächer sind doch jetzt kaputt und nicht erst nächstes Jahr.“

Investiert wird in Bad Hersfeld in die Gesamtschule Geistal (106 000 Euro), die Konrad-Duden-Schule (93 000 Euro) und die Ernst-von-Harnack-Schule (48 000 Euro). Wie auch bei der Bebraer Brüder-Grimm-Gesamtschule (90 000 Euro) sollen von dem Geld Dächer und Fassaden repariert werden. In der Hönebacher Grundschule fließen 20 000 Euro in die Beleuchtung.

Für die Sanierung von Türen und Fenstern im Gebäude der Kreisverwaltung in Bad Hersfeld waren im Haushalt 90 000 Euro veranschlagt. Das Geld reicht jedoch nicht aus, weil teilweise schneller und umfassender abgedichtet und erneuert werden muss. Weil damit auch die Installation eines neuen Schließsystems einhergeht, steigen die Kosten um 231 000 Euro. Die Gegenstimmen der AfD blieben beim Beschluss die einzigen. (lad)

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