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Landkreis Hersfeld-Rotenburg gilt ab Dienstag als Corona-Hotspot

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Von: Sebastian Schaffner

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Alkoholverbot: Da der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wegen hoher Infektionszahlen nun offiziell Corona-Hotspot ist, gelten strengere Kontakt- und Hygieneregeln. Dazu zählt unter anderem auch ein Alkoholverbot an belebten Orten, wie hier an der Klausstraße in Bad Hersfeld.
Alkoholverbot: Da der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wegen hoher Infektionszahlen nun offiziell Corona-Hotspot ist, gelten strengere Kontakt- und Hygieneregeln. Dazu zählt unter anderem auch ein Alkoholverbot an belebten Orten, wie hier an der Klausstraße in Bad Hersfeld. © Nadine Meier-Maaz

Nun hat es auch den Landkreis erwischt: Hersfeld-Rotenburg gilt ab Dienstag, 18. Januar 2022, als Corona-Hotspot.

Hersfeld-Rotenburg – Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 384 und damit den dritten Tag in Folge über dem für das Land Hessen maßgeblichen Schwellenwert von 350. In Corona-Hotspots gelten strengere Kontakt- und Hygieneregeln. Dazu zählen ein Alkoholverbot an belebten Orten und eine Maskenpflicht (medizinische Maske) in Fußgängerzonen. Dies betrifft im Landkreis Orte und Straßen in Bad Hersfeld und Rotenburg. Festgelegt sind diese in einer Allgemeinverfügung des Landkreises.

Demnach gilt in Bad Hersfeld dann ein ganztägiges Alkoholverbot sowie von 7 bis 20 Uhr Maskenpflicht in folgenden Straßen: Am Markt, An der Obergeis, An der Untergeis, Badestube, Benno-Schilde-Straße, Breitenstraße, Dudenstraße, Enge Gasse, Johannesstraße, Klausstraße, Klaustor, Linggplatz, Löhrgasse, Marktplatz, Weinstraße und Unter den Hütten.

In Rotenburg muss ab Dienstag zwischen 9 bis 20 Uhr eine Maske am Marktplatz, in der Breitenstraße, Brückengasse und im Steinweg getragen werden. Das Alkoholverbot erstreckt sich über den Rotenburger Marktplatz.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind rund 58.000 Menschen geboostert

Darüber hinaus gilt kreisweit in Gastronomie und Hotels, bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sowie auf Sportplätzen, in Fitnessstudios, Kinos und anderen kulturellen Einrichtungen innen die 2G-Plus-Regel und außen die 2G-Regel. Menschen mit einer Auffrischungsimpfung benötigen keinen Negativnachweis. Prostitutionsstätten müssen geschlossen werden.

13 von 21 Landkreisen in Hessen sind Hotspots

Mit dem Kreis Hersfeld-Rotenburg sind ab dem heutigen Dienstag 13 von 21 hessischen Landkreisen und alle fünf kreisfreien Städte nach Definition der Landesregierung Corona-Hotspots. Noch nicht als Hotspots gelten lediglich nur noch acht Landkreise: der Werra-Meißner-Kreis, der Kreis Kassel, der Lahn-Dill-Kreis, der Kreis Limburg-Weilburg, der Kreis Marburg-Biedenkopf, der Odenwaldkreis, der Schwalm-Eder-Kreis und der Vogelsbergkreis.

„Nur wenn jeder von uns mitarbeitet, sich eigenständig an die geltenden Regeln hält, können wir an der Corona-Lage etwas ändern und endlich nach vorne schauen“, sagt Adelheid Merle. Die Leiterin des Gesundheitsamts begrüßt auch die neuen Isolations- und Quarantäneregelungen des Landes, da diese mehr auf die Eigenverantwortung der Bürger setzten. Darüber hinaus appelliert sie, sich impfen zu lassen. Bislang sind kreisweit nach Auskunft der mobilen Impfteams, der Kassenärztlichen Vereinigung und Betriebsärzten rund 58.000 Menschen geboostert.

Grundsätzlich gilt: Sobald die Inzidenz in einem Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt, greifen vor Ort zusätzliche Hotspot-Regelungen ab dem nächsten Tag. Nach fünf Tagen unterhalb der Grenze fällt die Region wieder aus der Regelung hinaus. (Sebastian Schaffner)

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