Zusammenarbeit ZuBRA wird um die  Gemeinde im Ostteil des Kreises erweitert

Wildeck rückt näher an Bebra, Rotenburg und Alheim heran

Wildeck. Gemeinsam können sie für die Region und sich selbst mehr erreichen. Aus diesem Grund tritt jetzt Wildeck als erste zusätzliche Gemeinde offiziell der interkommunalen Zusammenarbeit der Kommunen Bebra, Rotenburg und Alheim bei.

Das hat das Wildecker Parlament am Donnerstagabend ohne Diskussion einstimmig beschlossen.

Arbeitstitel der Zusammenarbeit ist „ZuBRA 2030+“. Bebra, Rotenburg und Alheim arbeiten bereits seit 2007 als ZuBRA-Region zusammen.

Das ziel

„Angesichts des demografischen Wandels wollen wir gemeinsam die Region als attraktiven Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten erhalten und stärken“, betonte Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth. 2015 hatte das Parlament ihn beauftragt, Verhandlungen mit dem ZuBRA-Verbund zu führen.

Auch Ronshausen, Cornberg und Nentershausen planen, dem Verbund beizutreten. Dort müssen die Parlamente noch entscheiden. Stimmen alle zu, wären alle Kommunen des Altkreises Rotenburg an dieser Zusammenarbeit beteiligt. Wildecks Bürgermeister betonte, dass man in keiner Weise das Ziel verfolge, die vor der Gebietsreform geltenden Kreisregelungen wieder herbeizuführen.

Das management

Der neue Verbund soll von einem hauptamtlichen Management geführt werden. Dieses soll dafür zuständig sein, Fördergelder zu beantragen und Ansprechpartner zu sein. Mit seinem Beschluss stimmte das Wildecker Parlament zu, dass die Gemeinde die Personalkosten für den hauptamtlichen Manager anteilmäßig übernehmen wird. Das werden etwa zwölf Prozent der Gesamtkosten sein.

„Die an der ZuBRA 2030+-Gemeinschaft beteiligten Kommunen sind gleichberechtigte Partner“, betonte Wirth. „Die Kontrolle liegt bei den Parlamenten.“

Die Projekte

Und die Zusammenarbeit hat längst begonnen. Die Beteiligten sind dabei, gemeinsame Konzepte voranzutreiben, wo sich Bürger und Verwaltungen für die Entwicklung verschiedener Fachwerkgebäude einsetzen. Dazu gab es bereits viele Treffen. Dabei geht es um die Sanierung von Fachwerkgebäuden, altersgerechtes und gemeinsames Wohnen und die Kooperation mit dem Denkmalschutz. Ziel ist die Belebung der Ortskerne.

Projekte, die Bürger angepackt haben, sollen durch die neue Zusammenarbeit einen Schub erhalten – durch Fachinformationen und Unterstützung aus der Region. Dabei wird ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung genutzt. Das Motto: „Zukunftsstadt“.

Im Bereich Fachwerkgebäude gibt es in jeder Kommune von ZuBRA 30+ ein Projekt. „Auch wir haben die berechtigte Hoffnung, für das Niemeyer-Haus in Hönebach Unterstützung zu bekommen“, sagte Wirth. Auch in vielen weiteren Bereichen ist eine Zusammenarbeit denkbar: zum Beispiel beim Thema Energie oder Gesundheit.

„Wir werden in unserem eigenen kleinen Bereich nach oben hin kaum wahrgenommen. In der geplanten Zusammensetzung mit etwa 41 000 Einwohnern ist weitaus mehr möglich, wovon alle unsere Bürger einen Nutzen haben werden“, sagte Wirth.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Achim Meyer

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