Alle Standorte bleiben erhalten

Kreistag sagt Ja zum  Schulentwicklungsplan

Hersfeld-Rotenburg. Nach monatelanger, teils emotionaler Debatte hat der Kreistag am Montag einstimmig den Schulentwicklungsplan für den Kreis Hersfeld-Rotenburg verabschiedet – allerdings mit einigen grundsätzlichen Änderungen zum ursprünglichen Entwurf der Schulkommission.

So wird am Schulstandort Wildeck-Hönebach, der wegen sinkender Schülerzahlen ursprünglich zur Disposition stand, festgehalten. Auch die Außenstelle der Georg-August-Zinn-Schule in Wölfershausen bleibt bestehen. Ebenfalls vom Tisch ist die Verlagerung von Teilen der Beruflichen Schulen aus Heimboldshausen nach Bad Hersfeld. Zudem soll die Verkehrssicherheit des Schulwegs der aus der Eisenacher Straße in Bebra vor allem am Weiteröder Tunnel sorgfältig geprüft werden.

"Wertentscheidung" des Parlaments

Landrat Dr. Michael Koch hatte zu Beginn der Diskussion im Kreistag klar gemacht, dass es beim Schulentwicklungsplan um eine „Wertentscheidung“ des Parlaments und nicht um die Wünsche des Landrats oder der Schulkommission gehe.

Redner von SPD, Grünen und CDU machten in der Debatte klar, welche wichtige Rolle gerade kleine Schulen für das gesellschaftliche Leben in den Gemeinden spielen – auch über den reinen Schulunterricht hinaus. Niemand wolle ohne Not Schulen schließen, war man sich einig.

Transparenter Diskussionsprozess

Gleich mehrere Redner lobten den transparenten Diskussionsprozess, der der Kreistagsentscheidung vorangegangen war. Für die Grünen sprach Thomas Gerlach von einem „nahezu basisdemokratischen Ansatz.“. Dem wollte nur Klaus-Dieter Erbe von der FWG aus Philippsthal nicht folgen, der „politische Schachzüge“ und eine zögerliche Informationspolitik kritisierte.

Alle Redner betonten aber die Notwendigkeit einer vorausschauenden Schulplanung. Deshalb sollen die Schülerzahlen weiterhin beobachtet und gegebenenfalls neu bewertet werden.

Von Kai A. Struthoff

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