Helmut Holzhauer will Immobilie nicht zurückgeben

Kreisaltenzentrum in Rotenburg: Kreis erwägt Klage

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Sollte längst abgerissen sein: Das ehemalige Kreisaltenzentrum.

Rotenburg. Der Streit um das ehemalige Kreisaltenzentrum am Rotenburger Emanuelsberg geht in die nächste Runde.

Bis jetzt ist es zu keiner Rückübertragung vom Bebraer Architekten Helmut Holzhauer an den Landkreis gekommen. Das erklärte Kreispressesprecher Pelle Faust auf Anfrage unserer Zeitung. Auch eine Klage gegen Holzhauer steht im Raum.

„Herr Holzhauer ist dazu verpflichtet, uns das Kreisaltenzentrum in Rotenburg zurück zu übertragen. Herr Holzhauer hat mehrere Fristsetzungen zur Rückübereignung, Zusagen und Versprechen nicht gehalten beziehungsweise verstreichen lassen. Ob es zu einer Klage kommt, hängt jetzt von Herrn Holzhauers Verhalten ab. Wir bestehen aber auf eine Rückübertragung“, heißt es in Fausts Erklärung.

Holzhauers Horo-Gruppe hatte das leer stehende Kreisaltenzentrum vor vier Jahren für den symbolischen Preis von drei Euro übernommen und war verpflichtet, es bis Ende Juni 2016 abzureißen. Damals hieß es, er wolle 65 Wohnungen auf dem Gelände errichten. Diese Frist war dann um zwei Jahre verlängert worden. Sie war im Juli abgelaufen. Der Landkreis will von seiner Rückkaufoption Gebrauch machen. Ende Juli hieß es, es gebe bereits Gespräche mit möglichen Interessenten für das 16 000 Quadratmeter große Areal.

Einen ernst zu nehmenden Interessenten für die Immobilie hat nach eigenen Angaben auch Helmut Holzhauer. Er denke nicht einmal darüber nach, das ehemalige Kreisaltenzentrum zurückzugeben – „und wenn ich bis zum Bundesgerichtshof damit muss“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Sein Investor wolle die Ruine abreißen und ein Haus für demente Menschen dort errichten. Sogar die Pflegefrage sei schon geklärt. Er habe die Pläne Landrat Dr. Koch vorstellen wollen, sagte Holzhauer weiter. Der habe ein Gespräch aber abgelehnt. (sis)

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