Trotz saisonal-bedingtem leichten Anstieg

Niedrigste Juli-Arbeitslosenquote seit 30 Jahren im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Wie im Sommer üblich ist die Arbeitslosigkeit in Waldhessen im Juli leicht angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahres-Juli ist die Quote aber um 11 Prozent gesunken. 

Derzeit sind 2.647 Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg arbeitslos – 65 mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um beachtliche 11 Prozent (326 Personen) gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,1 Prozent (Vormonat: 4,0 Prozent; Vorjahr: 4,7 Prozent) und ist die niedrigste in einem Juli in den vergangenen 30 Jahren. 

Die Arbeitsagentur verzeichnete im Juli 966 Arbeitslose und somit 160 mehr als im Juni (+19,9 Prozent) und 49 weniger als im Vorjahr (-4,8 Prozent). 

Das Kreisjobcenter zählt mit 1.681 Arbeitslosen einen Rückgang sowohl zum Vormonat (-5,3 Prozent) als auch zum Vorjahr (-14,1 Prozent). Für den – wenn auch moderaten – Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat macht Lisa Linder, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, mehrere Faktoren verantwortlich: den Halbjahreswechsel im Angestelltenbereich, das Ausbildungsende und die Sommerferien. 

So ist die Arbeitslosigkeit insbesondere bei Personen unter 25 Jahren (+ 38 auf 329) angestiegen. Die stellvertretende Agenturleiterin zeigt sich zuversichtlich: „Die jüngeren Menschen, die nach dem Ende ihrer Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen wurden, werden wir zum Großteil in den nächsten Wochen und Monaten beruflich wieder integrieren können. Erfahrungsgemäß verbessern sich die Vermittlungschancen generell nach den Sommerferien.“ 

Dass die Betriebe aufnahmefähig sind, zeigt der hohe Bestand an offenen Stellen: 1.404 Stellen in nahezu allen Bereichen liegen dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Bad Hersfeld vor. Dies sind noch einmal 68 mehr als vor einem Jahr und sogar 145 mehr als im Vormonat. Sowohl die Arbeitsagentur als auch das Kreisjobcenter arbeiten daran, den Bedarf der Unternehmen an Arbeitskräften zu sichern. 

„In diesem Zusammenhang setzen wir verstärkt auf Qualifizierung“, erklärt Lisa Linder. „Im Juli verzeichneten wir unter anderem 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und der beruflichen Eingliederung als vor einem Jahr. Dies ist ein Anstieg um 20 Prozent.“ 

Quelle: HNA

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