Arbeitslosenquote in Hersfeld-Rotenburg stabil bei 3,3 Prozent

Betriebe im Landkreis zeigen vermehrt Kurzarbeit an

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im November erneut leicht gesunken. Zum Monatsende sind 2159 Menschen arbeitslos gemeldet – 24 weniger als im Oktober.

Diese Zahlen teilte am Freitag Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, mit. Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt demnach weiterhin stabil bei 3,3 Prozent – und ist somit deutlich niedriger als die des Vorjahres von 3,6 Prozent im November 2018. 

Mit 1607 vakanten Stellen sei der Personalbedarf der heimischen Wirtschaft zwar weiterhin hoch – laut Dombrowski gibt es allerdings Anzeichen für eine konjunkturelle Abschwächung: seit einigen Monaten registriert die Arbeitsagentur einen stärkeren Beratungsbedarf der Unternehmen bezüglich der Kurzarbeit. „Zugleich ist auch die Zahl der betrieblichen Anzeigen über Kurzarbeit deutlich gestiegen – dies spricht für eine schlechter werdende Auftragslage beziehungsweise abnehmende Konjunkturdynamik“, sagt der Agenturchef.

Waldemar DombrowskiArbeitsagentur-Geschäftsführer

Von der positiven Entwicklung im Vergleich zum November 2018 haben laut Dombrowski alle Personengruppen profitiert: am meisten die Frauen mit einem Minus von 99 Personen auf 986, jüngere Menschen unter 25 Jahren (Minus 76 auf 202), Ausländer (Minus 43 auf 569) sowie ältere Arbeitslose über 50 Jahren (Minus 56 auf 742).

Auch die Langzeitarbeitslosigkeit konnte spürbar abgebaut werden: das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg verzeichnete mit 1359 Arbeitslosen einen Rückgang um 143 innerhalb eines Jahres – bei der Arbeitsagentur waren im November 800 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet und somit zwölf weniger als vor einem Jahr.

„Erfreulich ist, dass im November 236 arbeitslose Menschen eine Beschäftigung aufgenommen haben. Das sind 32 mehr als im Vorjahresmonat. Dies spricht für die insgesamt immer noch stabile Arbeitsmarktlage in der Region“ stellt Dombrowski fest. Vor allem im Bereich Logistik und Versandhandel lägen die Einstellungszahlen über denen des Vorjahres.

Hintergrund: Kurzarbeit kann Kündigungen vermeiden

Unter Kurzarbeit versteht man die vorübergehende Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit in einem Betrieb aufgrund eines erheblichen Arbeitsausfalls. Bei Kurzarbeit wird weniger oder überhaupt nicht gearbeitet. Sie gilt als Instrument, das bei kurzfristigen Auftragseinbrüchen Kündigungen vermeiden kann. Für dann mögliche Entgeltersatzleistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeitergeld) für betroffene Arbeitnehmer ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

Quelle: HNA

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