Schüler kehren nach den Ferien in sanierte Gebäude zurück

Kreis Hersfeld-Rotenburg investiert sechs Millionen Euro in Schulen

Der Unterricht kann normal stattfinden: Die Sanierung des Dachs der Grundschule An der Sommerseite in Bad Hersfeld ist fast abgeschlossen. Es muss nur noch gedeckt werden. Die Arbeiten an der Fassade dauern noch an. Fotos: Christina Zapf

Hersfeld-Rotenburg. Fast jede dritte Schule im Landkreis ist während der Schulferien teilsaniert worden.

Insgesamt investiert der Landkreis in diesem Jahr mehr als sechs Millionen Euro in die Sanierung von 14 Schulstandorten. Um den Unterricht nicht zu stören, fanden vor allem lärmintensive und schmutzverursachende Arbeiten während der unterrichtsfreien Zeit statt. Nach den Sommerferien sollen die Schüler verbesserte Unterrichtsbedingungen vorfinden, so Landrat Dr. Michael Koch. Mit einigen Projekten war bereits vor den Sommerferien begonnen worden, andere gehen darüber hinaus. 

Am teuersten sind die Modernisierung der Hauptgebäude der Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra (2 175 100 Euro) und der Beruflichen Schulen, ebenfalls in Bebra (1 056 400 Euro), teilt der Landkreis mit. Zu den umfangreichsten Baustellen gehört die außerplanmäßig angefallene Komplettsanierung der Turnhalle der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld. Sie kostet den Landkreis in diesem Jahr 778 400 Euro. 

„Durch andere Bauarbeiten am Standort wurde deutlich, dass auch das Dach komplett erneuert werden muss“, sagt Achim Klein, Bausachbearbeiter des Landkreises. Das Gebäude könne von den Schülern allerdings erst nach den Herbstferien wieder für sportliche Aktivitäten genutzt werden. Die Sanierung der Fassade dauere hingegen noch bis 2019. 

Die komplette Sanierung des Baus werde 2020 abgeschlossen sein. Hinzu kommt laut Pressemitteilung noch der Einbau einer Lautsprecheranlage für 27 000 Euro. Diese soll bis Ferienende fertig sein. „Außerdem werden Brandschutzmaßnahmen, Klassenzimmer-Sanierungen mit Maler- und Trockenbauarbeiten und kleinere Schulhofsanierungen an diversen anderen Schulen im Landkreis umgesetzt“, sagt Landrat Koch. 

Hintergrund: Mehr Geld für die Schulen im Landkreis

Im vergangenen Jahr investierte der Landkreis Hersfeld-Rotenburg 5,8 Millionen Euro in die Sanierung von zwölf seiner 48 Schulen. In der Summe enthalten sind nur die Großbaustellen, die größtenteils während der Sommerferien umgesetzt wurden, die sich aber auch über die Zeiträume davor und danach erstreckt haben. In diesem Jahr wendet der Landkreis über sechs Millionen Euro für größere Schul-Sanierungen auf. Die finanzielle Planung für den Doppelhaushalt 2019/2020 werde derzeit erstellt, teilte Pelle Faust, Pressesprecher des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, auf Anfrage mit. Der Entwurf für den Haushaltsplan werde dem Kreistag im September vorgelegt. Eine genaue Aussage über die Höhe der für das kommende Jahr geplanten Schulinvestitionen könne momentan noch nicht getroffen werden. 

„Alles nach Plan“

Vom Schulhof der Grundschule An der Sommerseite in Bad Hersfeld verschwinden zum Ferienende die letzten Spuren der Sanierungsarbeiten. Rechtzeitig zum Schulbeginn verlassen die beiden Kräne das Schulgelände.

Rund sechs Millionen Euro investiert der Landkreis in die Sanierung der Schulen. Die Grundschule An der Sommerseite bekam ein neues Pultdach. Dieses ersetzt das Flachdach aus den 1960er Jahren. Das Land Hessen fördert den insgesamt 230 000 Euro teuren Umbau mit 35 000 Euro. „An undichten Stellen war immer wieder Wasser in das Gebäude gelaufen. Die Sanierung ist äußerst notwendig“, sagt Achim Klein, Bausachbearbeiter des Kreises.

Die Zimmerarbeiten sind abgeschlossen, der Dachstuhl steht. Trotzdem ist das Schulhaus noch eingerüstet. Gedeckt wird das 900 Quadratmeter große Dach während des Schulbetriebs. Auch die Arbeiten an der Fassade werden noch bis Mitte August andauern, sagt Klein. Die gute Auftragslage der Handwerker und Betriebsferien verzögerten die Sanierungsarbeiten. „Dass wir nicht ganz in den Ferien fertig werden, war absehbar.“ Der Schulunterricht werde davon jedoch nicht beeinträchtigt.

Eine zweite Schule, in der während der Ferien gearbeitet wurde, ist die Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra. Der Gebäudekomplex ist und bleibt auch nach den Ferien noch eine Baustelle. Das Hauptgebäude wird in Teilabschnitten komplett saniert. Ein Jahr waren Handwerker mit der Entkernung und Sanierung einzelner Räume beschäftigt. Pünktlich zum Schulstart sind die Musikräume, der Multifunktionsraum und das Arbeitslehrerzimmer fertig. Die Wände haben teilweise einen mintgrünen und gelben Anstrich bekommen.

Nebenan hingegen gehen die Sanierungsarbeiten jetzt erst los. Auch hier wird entkernt. Die Fußböden sind schon raus, das Lüftungssystem soll erneuert werden. „Die Außenfassade kommt auch noch weg“, sagt Hausmeister Udo Gediga. Überall klaffen Löcher, liegt Baumaterial und ein Bohrhammer lärmt.

Ein Jahr dauern die Sanierungsarbeiten an dem ältesten, aus dem Jahr 1979 stammenden Gebäudeteil, so Gediga. Küche, Speise-, Werk- und Zeichenraum werden erneuert. Zusätzlich entsteht eine neue Lehrküche. Darin lernen die Kinder, wie man kocht. Bisher läuft bei der Komplettsanierung des Hauptgebäudes laut Gediga alles nach Plan. (ciz)

Quelle: HNA

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