Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder profilieren sich weiter als Bio-Energie-Region

Mit der Kraft der Natur

Naturkraft online: Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der Vorsitzende des Zweckverbands Knüll, Jürgen Kaufmann, starten mit Hilfe des Energiebeauftragten des Schwalm-Eder-Kreises, Dirk Schnurr, rechts, den neuen Internetauftritt. Foto: Struthoff

Hersfeld-Rotenburg. Unsere Region ist stark – denn in ihr steckt die Kraft der Natur: Holz, Sonne, Wasser, Wind und Biogas. Diese nachhaltigen Energieträger sollen im Interesse des Klimaschutzes in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder effizient zur Energieerzeugung genutzt werden. Dieser Prozess kann ab sofort auch auf einer eigenen Seite im Internet verfolgt werden, die jetzt freigeschaltet wurde.

Seit acht Monaten sind die beiden Kreise eine von bundesweit 25 Modellregionen, die vom Bundeslandwirtschaftsministerium unter 210 Bewerbern ausgewählt wurden, Vorbilder in Sachen Bioenergie zu werden. „Das bringt uns nicht nur Ehre und Ruhm, sondern auch 400 000 Euro Fördermittel in den nächsten drei Jahren“, erklärt Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet, der auch das Modellprojekt betreut.

Neuer Internetauftritt

Der neue Internetauftritt ist eines der ersten greifbaren Ergebnisse des Modellprojekts. Die Bad Hersfelder Werbeagentur Ultra Violett hat dazu ein Marketingkonzept erarbeitet und den Namen „Naturkraft-Region“ samt Logo entwickelt, um „das Projekt als Marke zu lancieren“, wie Agenturchef Elmar Maria Henrich erläutert.

Auf der neuen Internetseite finden sich viele Informationen über Bio-Energie, die weiteren Vorhaben sowie Kontakte und Projektpartner. Dazu gehören unter anderen auch die landwirtschaftliche Forschungseinrichtung „Eichhof“ in Bad Hersfeld oder Hessenforst.

Ein zweites Projekt ist die Ausbildung von „Energiefüchsen“, die von der Jugendwerkstatt in Felsberg geleitet wird. Ziel ist es, rund 100 Energiefüchsen Grundkenntnisse in Sachen Klimaschutz, Stromeinsparungen, Heizung oder Wärmeisolation beizubringen. „Die Energiefüchse sollen als Vermittler zu Vereinen, Verbänden oder Schulen fungieren“, erklärt Inge Pröve von der Jugendwerkstatt.

Ein erster Kurs hat in Felsberg stattgefunden, die Teilnehmer waren zwischen 30 und 63 Jahren alt. Leider sei nur eine Frau dabei gewesen, bedauert Pröve, dabei sei Energieeinsparung auch durchaus ein Frauenthema. Der nächste Kurs findet im Februar an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg statt.

Für den Vorsitzenden des Zweckverbands Knüll, Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann, ist der Titel Bioenergieregion auch eine Auszeichnung für die Arbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen kommunalen Entwicklung. So würden in Schwalm-Eder inzwischen zunehmend Holz-Pellet-Heizungen installiert. „Der Zweckverband bildet dabei eine Klammer für beide Kreise und ist seit 40 Jahren Kern aller Entwicklungen“, sagte Kaufmann, bevor er gemeinsam mit der 1. Kreisbeigeordneten des Kreises Hersfeld-Rotenburg den Internetauftritt freischaltete.

Die geballte Naturkraft der Region soll demnächst auch auf den Energie- und Klimatagen in Bad Hersfeld demonstriert werden. Am 8. Februar soll zudem eine Naturkraft-Agentur als Verein gegründet werden, dem alle Akteure, Kommunen und Unternehmen beitreten können – getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark, mit der Kraft der Natur. www.naturkraft- Region.de

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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