Keine neue Patenschaft

Kein Schiff namens Bad Hersfeld: Marine benennt Korvetten nach Großstädten

Bad Hersfeld. Der Traum der Bad Hersfelder Marinekameradschaft von einem Schiff mit dem Namen Bad Hersfeld ist auf Grund gelaufen.

Die fünf neuen Korvetten werden die Traditionsnamen „Köln“, „Emden“, „Karlsruhe“, „Augsburg“ und „Lübeck“ erhalten. Dies hat der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, jetzt den Bürgermeistern der fünf Patenstädte mitgeteilt. Bei der Namensvergabe habe sich die Marine an ihrem Traditionserlass orientiert und Schiffsnamen aus der Geschichte gewählt.

„Diese Entscheidung hatte sich schon länger abgezeichnet,“ sagte der Vorsitzende der Bad Hersfelder Marinekameradschaft, Volker Henning. Sein Verein hatte sich mit Unterstützung von Staatsminister Michael Roth dafür eingesetzt, dass aufgrund der langen und intensiven Patenschaft zum Schnellboot „Zobel“, das außer Dienst gestellt wurde, eines der neuen Schiffe der Marine nach Bad Hersfeld genannt wird. „Ich bin aber Realist genug, um zu wissen, dass die Chance äußerst gering war“, sagte Hennig.

Die Marinekameradschaft will sich nach dem Ende der Patenschaft zur Crew des „Zobel“ nicht um eine neue Patenschaft zu einem Marineschiff bemühen, sondern sich stattdessen auf die Aktivitäten des Shanty-Chores konzentrieren. Hier strebe man unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr beim Hessentag an. (kai/tl)

Quelle: HNA

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