Seit Februar im Amt 

Neuer Awo-Quartiersmanager in Bebra  will Ältere mit sozial Engagierten verbinden 

Im Brigitte-Mende-Haus zu finden: Awo-Quartiersmanager Kolja Wilke ist Ansprechpartner für ältere Menschen und diejenigen, die sich engagieren wollen. 

Bebra. Kolja Wilke ist der neue Quartiersmanager in Bebra: Seit Mitte Februar ist er im Altenzentrum der Awo, dem Brigitte-Mende-Haus, tätig. Jetzt stellt er sich der Öffentlichkeit vor.

Kolja Wilke ist der neue Quartiersmanager in Bebra: Seit Mitte Februar ist er im Altenzentrum der Awo, dem Brigitte-Mende-Haus, tätig. Jetzt stellt er sich der Öffentlichkeit vor.

Das Quartier, um das es geht, ist die Kernstadt Bebra, in der jeder fünfte Bewohner über 65 Jahre alt ist. Seine Aufgabe als Manager dieses Quartiers ist es, Menschen nach dem Awo-Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ zusammenzuführen. Ältere Menschen mit denen, die sich sozial engagieren wollen. Beide können sich an ihn wenden. Eine Begleitung beim Einkaufen, Friedhofs- oder Arztbesuch oder einfach ein Gespräch helfen oft schon weiter. Der Quartiersmanager bringt die Älteren und diejenigen, die sich einsetzen wollen zusammen: Das können Privatpersonen sein, Vereine, Schulklassen, Kirchengemeinden oder andere.

Menschen fühlten sich besonders wohl in guter Nachbarschaft, wo man sich hilft, ein Schwätzchen hält. Denn wer gießt die Blumen, wenn man ins Krankenhaus muss, sieht nach der älteren Dame im dritten Stock oder passt mal eben kurz auf die Kinder auf? An Kolja Wilke kann sich nun jeder wenden, wenn sein Anliegen etwas mit Altenhilfe zu tun hat. Beim Aufbau einer koordinierten Nachbarschaftshilfe geht es auch darum, dass Ältere möglichst lange zu Hause wohnen bleiben können.

Das Haus stärker öffnen

Die Leiterin des Altenzentrums in Bebra, Daniela Leuthold, sagt, man wolle das Haus nach außen hin stärker öffnen und zeigen, was Arbeit in der Altenhilfe bedeute, Ehrenamtliche beteiligen.

„Wir schaffen gemeinsam unser Quartier und versuchen, es schöner zu machen“, sagt Wilke. Wer ein Hobby oder eine Idee hat, ist aufgerufen, sich einzubringen, wobei das ein Spielenachmittag ebenso sein kann wie ein Treffen von Gartenfreunden oder etwas ganz anderes. Bastelnachmittage gibt es schon, ebenso ein Nachbarschaftsfrühstück und bald wieder eine Gymnastikrunde. Dabei sollen alle Gruppen einbezogen werden, natürlich auch die Migranten. Bei dem Ganzen wird zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt und den Vereinen angestrebt. Eine Konkurrenz mit bestehenden Angeboten soll vermieden, vielmehr bestehende Versorgungslücken geschlossen werden. Kennenlernfeste, ein Tag der Generationen mit den Schulen und eine Interessengemeinschaft Brigitte-Mende-Park sind geplant.

Finanziert wird die Stelle des Awo-Quartiersmanagers zunächst für drei Jahre von der Awo Nordhessen und Fördergeld aus der Fernsehlotterie. Neben Bebra arbeiten vier weitere Quartiersmanager der Awo unter anderem in Eschwege und Petersberg.

Tag der Sicherheit

Kolja Wilke will sich beim Tag der Sicherheit am Mittwoch, 20. Juni, ab 15.30 Uhr im Awo-Altenzentrum in Bebra vorstellen. Hier wird Diether Bostelmann von der Verkehrswacht erläutern, wie man sich mit Rollator sicher im Straßenverkehr bewegt. Außerdem wird die SOS-Rettungdose vorgestellt und ab 17 Uhr zeigen Mitarbeiter des DRK, wie sie mit Rettungshunden vermisste Personen finden. Danach ist ein geselliges Beisammensein mit Grillen im Stadtpark geplant.

Anmeldung wird wegen der Vorbereitung erbeten unter Telefon 06622/9243502. Dies ist auch der Kontakt zu Kolja Wilke, dessen Büro im Awo-Altenzentrum Anlauf- und Beratungsstelle ist. Sprechzeiten: Dienstag 10-12 und Donnerstag 15-17 Uhr.

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