Erste Gespräche aufgenommen

Klinikum und Kreiskrankenhaus planen kardiologische Notfallversorgung in Rotenburg

Das Parkhaus am Rotenburger Kreiskrankenhaus wurde bereits im Januar 2002 in Betrieb genommen. Es hat rund um die Uhr geöffnet und die 146 Stellplätze stehen Patienten, Besuchern und Mitarbeitern an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.
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Soll eine kardiologische Notfallversorgung bekommen: das Kreiskrankenhaus Rotenburg. Details zu den Plänen gibt es noch nicht.

Paukenschlag in der Debatte um die geplante HKZ-Verlagerung: Klinikum und Kreiskrankenhaus planen offenbar den Aufbau einer kardiologischen Notfallversorgung in Rotenburg.

Nachdem die Gesellschafterversammlung des Klinikums vergangene Woche beschlossen hatte, die Akutmedizin des Herz-Kreislauf-Zentrums (HKZ) von Rotenburg nach Bad Hersfeld zu verlegen, haben Klinikum und Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) nun überraschend angekündigt, gemeinsam über den Aufbau einer kardiologischen Notfallversorgung im KKH zu sprechen.

Damit wäre gewährleistet, dass trotz geplantem Abzug des HKZ akute Herzinfarkte weiterhin in Rotenburg behandelt werden könnten. Wie genau diese Notfallversorgung konkret aussehen soll und wer die Trägerschaft übernimmt, ließen beide Häuser auf Nachfrage unserer Zeitung vorerst offen. Dem Vernehmen nach stehen Klinikum und KKH erst ganz am Anfang der Gespräche.

Gemeinsames Statement: Kein Vakuum durch HKZ-Abzug

In einem Acht-Augen-Gespräch, heißt es in einem gemeinsamen Statement, hätten beide Geschäftsführungen lediglich erst einmal Interessen ausgelotet und sich darauf verständigt, eine Grundsatzvereinbarung zu entwickeln. Einigkeit bestehe demnach in der Einschätzung, dass in der medizinischen Versorgung des nördlichen Kreisteils kein Vakuum durch den Abzug des HKZ entstehen dürfe.

„Wir sehen als Rotenburger natürlich auch den nötigen Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Hier bieten wir jede Hilfe und Kooperation an“, so der medizinische KKH-Geschäftsführer Dr. Martin Oechsner. Sein Geschäftsführerkollege Andreas Maus teilt mit, dass das Kreiskrankenhaus die Einschätzung des Klinikums teile, dass sich das HKZ in seiner bestehenden Form „in Zukunft nicht mehr darstellen lassen wird.“

Klinikum-Geschäftsführer Rolf Weigel stellt klar, dass „wir die Ängste der Rotenburger Bevölkerung zu der medizinischen Lücke sehen und verstehen, welche die Verlagerung des HKZ nach Bad Hersfeld nach sich ziehen kann. Aus diesem Grund sind wir dankbar, nun Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren“, so Rolf Weigel. Dr. Tobias Hermann, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums, sagt: „Nach den in den vergangenen Wochen gefassten Gremienbeschlüssen sollten wir nun über Inhalte reden.“ Beide Seiten haben vereinbart, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, um die Planungen zu konkretisieren.

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