Thema beschäftigt Kreistag am Montag

Klinikum Bad Hersfeld braucht bis zu sechs Millionen Euro

Hersfeld-Rotenburg. Die wirtschaftliche Lage der Klinikum Bad Hersfeld gGmbH (Klinikum) macht direkte Finanzspritzen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg notwendig. Das geht aus einer Vorlage hervor, die am Montag im Kreistag auf der Tagesordnung steht.

Der Kreistag soll laut der Vorlage des Kreisausschusses (KA) beschließen, dass der Landkreis im kommenden Jahr monatlich bis zu 500.000 Euro an die Klinikum Bad Hersfeld gGmbH zu leisten hat.

Ferner soll das Klinikum die Gesellschafterversammlung und den Kreisausschuss vierteljährlich über die Entwicklung des Ergebnisses im Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg und im Gesamtkonzern unterrichten. Der Ausschuss für Finanzen hat dem Beschlussvorschlag bereits mit großer Mehrheit zugestimmt.

Begründet wird die monatliche Finanzspritze von einer halben Million im kommenden Jahr – also insgesamt sechs Millionen Euro – mit der Restrukturierung des HKZ. Die Anpassung der sächlichen und personellen Strukturen und die Integration der Beschäftigten in diesen Prozess gestalteten sich laut KA-Vorlage zeit- und kostenintensiver als zunächst geplant. Laut Gesellschaftervertrag ist der Landkreis verpflichtet, weitere Einlagen zu leisten, wenn es die Wirtschaftslage der Gesellschaft erfordere.

Das Geld kommt aus der Schlüsselmasse des Kommunalen Finanzausgleichs des Landes, der höher ausfällt, als ursprünglich prognostiziert.

Auf die Frage, ob das Geld dazu dient, den laufenden Betrieb am HKZ zu sichern, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Dr. Michael Koch: „Die Zuweisung an die Klinikum Bad Hersfeld gGmbH als Konzern mit 'Töchtern' soll aus dem Kreishaushalt 2018 erfolgen. Die Zuweisung erfolgt nicht zweckgebunden.“

Der Landkreis ist Gesellschafter der Klinikum Bad Hersfeld gGmbH, zu dem das bis dahin privat geführte HKZ seit April 2016 gehört. 

Geriatrie nur noch in Bad Hersfeld

Zum 1. Dezember ist die Außenstelle der Geriatrie am HKZ geschlossen und an das Klinikum Bad Hersfeld zurückverlegt worden. 

Dazu teilte Werner Hampe von der Unternehmenskommunikation Klinikum Hersfeld-Rotenburg auf Anfrage mit: „Aufgrund eines nicht absehbaren Engpasses mit einer nochmaligen kurzfristigen Verschärfung in der ärztlichen Versorgung war diese Maßnahme leider nicht abzuwenden und für eine qualitativ gute ärztliche Versorgung der Patienten notwendig.“ Des Weiteren diene diese Maßnahme der Vorbereitung des Umzugs der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von Bad Hersfeld an den Standort Rotenburg. (ank)

Quelle: HNA

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