Weiteröder Leiter der Abteilung Einsatz im Polizeipräsidium Nordhessen

Klaus Wittich: Vom Wachtmeister zum Leiter

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Dazwischen liegen 42 Jahre: Das linke Foto entstand am 29. Oktober 1976 bei der Vereidigung des Polizisten Klaus Wittich in Kassel. Das rechte Foto entstand am Montag bei seiner Einführung als neuer Leiter der Abteilung Einsatz im Polizeipräsidium Nordhessen. 

Weiterode. Ab und zu müsse er sich schon kneifen, sagte Klaus Wittich am Montag im Polizeipräsidium Nordhessen. Kneifen, um zu wissen, dass alles wahr ist, was in den vergangenen Jahrzehnten in seiner Karriere passiert ist. Vom Polizeiwachtmeister bis zum Leitenden Kriminaldirektor hat es Wittich in 42 Berufsjahren bei der hessischen Polizei gebracht

„Was für eine geile Sache“, sagte der 58-Jährige, als er jetzt offiziell zum Leiter der Abteilung Einsatz im Polizeipräsidium Nordhessen ernannt worden ist. Er tritt damit die Nachfolge von Gerald Hoffmann an, der kürzlich in den Ruhestand verabschiedet worden ist.

„Mit Klaus Wittich haben wir für dieses Spitzenamt des ranghöchsten Polizeibeamten in Nordhessen eine sehr gute Wahl getroffen“, sagte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. Wittich ist auch Vertreter des Polizeipräsidenten und dessen Vize Eberhard Müller. Als Leiter der Abteilung Einsatz ist er Chef von 1800 Polizeibeamten und Tarifbeschäftigten in Nordhessen. Und er ist ranghöchster Polizeibeamter in Nordhessen. Das liegt daran, dass der Polizeipräsident und sein Stellvertreter keine Polizeibeamten, sondern politische Beamte sind.

Wittich, der aus dem Bebraer Ortsteil Weiterode stammt und dort heute noch mit seiner Familie lebt, war zuletzt im Innenministerium in Wiesbaden Leiter der Projektgruppe Rückführungsmanagement für abgelehnte Asylbewerber.

Dazwischen liegen 42 Jahre: Das linke Foto entstand am 29. Oktober 1976 bei der Vereidigung des Polizisten Klaus Wittich in Kassel. Das rechte Foto entstand am Montag bei seiner Einführung als neuer Leiter der Abteilung Einsatz im Polizeipräsidium Nordhessen. Fotos:  Dieter Schachtschneider (1), privat (nh)

Dass er jetzt nach Kassel zurückgekehrt ist, damit schließt sich auch ein Kreis. Denn hier begann 1975 auch alles: Nach der mittleren Reife machte Wittich eine Ausbildung zum Polizeiwachtmeister in der damals II. Hessischen Bereitschaftspolizeiabteilung an der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel. „Als 16-Jähriger habe ich natürlich nicht gewusst, was aus mir werden würde“, sagte Wittich. Aber seit seiner Kindheit habe er das Ziel gehabt, Polizist zu werden. Und das habe er nie bereut. „Ich bin stolz darauf, Polizeibeamter zu sein.“

Die Arbeit der Polizei hat Wittich in all ihren Facetten kennengelernt. Er war Streifenbeamter im Frankfurt-Sachsenhausen und machte in Frankfurt auch seine Ausbildung bei der Kriminalpolizei. Anfang der 90er-Jahre wechselte er in den gehobenen Dienst und nach dem Examen im Sommer 2000 an der damaligen Polizeiführungsakademie in Hiltrup (Westfalen) auch in den höheren Dienst. Stationen in leitenden Funktionen führten ihn von Nordnach Osthessen und zurück.

Dabei leitete der Kriminalbeamte unter anderem die Regionale Kriminalitätsinspektion Homberg – und wurde Leiter der Spezialeinheiten beim Polizeipräsidium Nordhessen. Es folgten die Leitungen der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg sowie des Abteilungsstabes im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda, bis er vor zwei Jahren nach Wiesbaden wechselte. Und nun ist er Leiter der Abteilung Einsatz in Kassel. (use)

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