Empörung über Resolution: "Ein Antrag für die blaue Tonne"

Klaus Reifschneider ist raus aus der Bebraer FWG-Fraktion

Klaus Reifschneider

Bebra. Der streitbare FWG-Politiker Klaus Reifschneider hat seine Fraktion verlassen und sitzt jetzt als Unabhängiger an einem Einzeltisch in der Bebraer Stadtverordnetenversammlung.

Reifschneider selbst erklärte, die Charaktere in der FWG-Fraktion seien zu unterschiedlich. Er bleibe bis auf weiteres Mandatsträger, nach so vielen Jahre könne man aber auch mal ans Aufhören denken, sagte Reifschneider auf die Frage nach seiner politischen Zukunft.

Mit einer Resolution hatte er für einhellige Empörung gesorgt. Sie war überschrieben mit „MZV vor Grünewald & Co. schützen“. Darin hatte er justiziable Vorwürfe gegen Harmut Grünewald vom Müllzweckverband erhoben, von Filz und Seilschaft, „Mülltonnenspionage“ und „Stasimethoden“ gesprochen. Auch seine eigene Fraktion distanzierte sich von den Äußerungen.

Er sei sprachlos, sagte Steffen Ehlert (FWG). Lothar Knoth (SPD), der die genannten Zahlen und Behauptungen Punkt für Punkt widerlegte, meinte, er sei empört über die schmutzige Art und Weise des vollkommen unsachlichen Vortrags. Bodo Breitbart (FDP) sprach von Blödsinn, grenzwertig und polemisch seien die Äußerungen Reifschneiders meinte Stefan Krug (Gemeinsam). Als Diffamierung und Beleidigung ordnete Michael Gauler (CDU) das Ganze ein und endete: „Der Antrag gehört in die blaue Tonne.“ 

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