Mehr Patienten behandelt als im Vorjahr

Kreiskrankenhaus in Rotenburg erzielt schwarze Null

Das Bild zeigt Andreas Maus im Porträt.
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Andreas Maus, Geschäftsführer Kreiskrankenhaus Rotenburg

Das Rotenburger Kreiskrankenhaus (KKH) hat im vergangenen Jahr erneut eine „schwarze Null“ erwirtschaftet. Es wurden mehr Patienten behandelt als im Vorjahr.

Rotenburg- Ein Grund für die wirtschaftlich positive Entwicklung: Das vom Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf betriebene Haus hat mehr Patienten behandelt als im Vorjahr.

„Wir können unseren positiven Trend fortsetzen und ein ausgeglichenes Betriebsergebnis vorweisen“, sagt Geschäftsführer Andreas Maus. Konkrete Zahlen nennt er allerdings er nicht. Für den gesamten Konzern – also Kreiskrankenhaus, Medizinisches Versorgungszentrum, Pflegezentrum und Servicegesellschaft – meldet Maus einen Gewinn „im mittleren sechsstelligen Bereich“.

Entgegen dem bundesweiten Trend sind die stationären Patientenzahlen in dem Krankenhaus, das über 186 Betten verfügt, 2019 erneut leicht gestiegen: von 7099 im Vorjahr auf 7179 (plus 1,1 Prozent). „Hinzu kommt auch eine steigende Fallschwere, vor allem in der Chirurgie“, so Maus. Die Anzahl der ambulant behandelten Patienten habe sich mit 10 000 ebenfalls leicht erhöht.

Wie bereits im Vorjahr haben die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses 2019 auf die „zweite Hälfte der Jahressonderzuwendung“ verzichtet, also auf einen Teil des Weihnachtsgeldes. „Dafür sind wir unseren Mitarbeitern sehr dankbar“, so der Geschäftsführer, der betonte, dass die Belegschaft aufgrund einer Tariferhöhung 3,8 Prozent mehr Lohn bekommen habe. Im Kreiskrankenhaus gilt der reguläre Diakonie-Tarif AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien) inklusive Weihnachtsgeld und Sonderzulagen.

Für das Geschäftsjahr 2020 wagt Maus noch keine Prognose. „Dafür ist es noch zu früh.“ Aufgrund der Corona-Pandemie sei dieses Jahr ein sehr herausforderndes, vor allem für Krankenhäuser. „Was sich aber abzeichnet: Erstaunlicherweise haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mehr Menschen operiert, und das, obwohl zeitweise nicht dringende Eingriffe coronabedingt abgesagt werden mussten.“

Grundsätzlich sei er optimistisch, „auch 2020 die schwarze Null zu schaffen“. (Sebastian Schaffner)

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