Einweihung wird gefeiert

Kirchturm in Bebra soll 2019 wieder Spitze haben

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Man hat sich fast schon an diesen Anblick gewöhnt: Seit drei Jahren muss die Auferstehungskirche in Bebra ohne ihre markante Spitze auskommen, die vom Turm abgebaut und provisorisch durch ein Zinkdach ersetzt worden ist.

Bebra. 100.000 Euro kamen vor einem Jahr durch Spenden für die sanierungsbedürftige Spitze der Bebraer Auferstehungskirche zusammen. Doch noch immer steht sie im Kirchgarten.

„Die Finanzierung steht jetzt“, sagt Pfarrer Alexander Ulrich. „Der Statiker war da und hat vermessen. In Kürze soll der Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden“. Laufe alles nach Plan, werde ab Frühling gebaut, „im Sommer 2019 soll alles fertig sein“. Mehr könne er aber noch nicht sagen.

Fest steht, dass die Einweihung dann standesgemäß gefeiert werden soll. Nur wie, das sei noch nicht klar, sagt Pfarrer Ulrich: „Vielleicht sogar im Rahmen des Stadtjubiläums, aber das müssen wir noch besprechen.“

Fast drei Jahre schon hat der Turm der Auferstehungskirche keine richtige Spitze mehr. Weil der Holzdachstuhl von Käfern zerfressen ist, musste er abgenommen werden. Die Zwiebel drohte, beim nächsten Sturm vom Turm gefegt zu werden. Seitdem ist die verbliebene sogenannte welsche Haube provisorisch mit einem Zinkdach abgedeckt. Die Original-Spitze steht seit September 2015 eingezäunt daneben im Kirchgarten.

Eingezäunt: Die sanierungsbedürftige Spitze, hier mit Pfarrer Alexander Ulrich, steht im Kirchgarten. 

Das zuständige Landeskirchenamt teilt auf Nachfrage lediglich mit, das die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) „im letzten Jahr die Maßnahme mit 60 000 Euro finanziert“ habe. Ein weiterer Zuschuss werde im Rahmen der Baumittelverteilung in diesem Jahr zwischen Landeskirche, Kirchenkreis und Kirchengemeinde verhandelt, so die EKKW-Pressestelle in Kassel.

Ursprünglich wurde die Sanierung mit 400 000 Euro veranschlagt. Ein Viertel davon, also 100 000 Euro, sollte die Kirchengemeinde durch Spenden aufbringen. Das hat sie geschafft – in beachtlicher schneller Zeit von nicht einmal zwei Jahren. „Inzwischen sind es sogar 115 000 Euro“, sagt Pfarrer Ulrich.

Was die Erneuerung der Kirchturmspitze tatsächlich kostet, lässt sich jetzt noch nicht absehen. Im Oktober 2017 ging man schon von 424 000 Euro aus. Mögliche Baukostensteigerungen sollen den Anteil der Kirchengemeinde aber nicht tangieren.

Quelle: HNA

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