Wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung

Tödliche Messerstiche in Kirchheim: 39-Jähriger zu 14 Jahren Haft verurteilt

Fulda/Kirchheim. Weil er zwei Mitbewohner in Kirchheim mit einem Messer tödlich beziehungsweise lebensgefährlich verletzt hat, muss ein Mann aus Eritrea für 14 Jahre ins Gefängnis.

Die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Fulda sprach den 39-Jährigen am Mittwoch wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Am 3. September vergangenen Jahres war es in einer Kirchheimer Flüchtlingsunterkunft zu einem Streit gekommen, in dessen Folge der Eritreer einen 23-jährigen sowie einen 25-jährigen Somali mit dem Messer attackierte. 

Das ältere Opfer starb noch am selben Abend im Krankenhaus, das jüngere erlitt ebenfalls lebensbedrohliche Verletzungen. Seine rechte Hand ist nach einem Abwehrgriff in die Messerklinge nahezu unbrauchbar.

Mit dem Strafmaß folgte die 1. Große Strafkammer des Landgerichts dem Antrag von Staatsanwalt Andreas Hellmich. Weil der Tat nach Aussage des Eritreers eine Provokation durch den 32-jährigen Somali vorausgegangen war, hatte Verteidiger Christian Kusche den tödlichen Messerangriff als minder schweren Fall des Totschlags gewertet und kein konkretes Strafmaß, sondern eine angemessene Freiheitsstrafe beantragt, die eine anschließende Widereingliederung des Angeklagten in die Gesellschaft ermöglicht. (jce)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Karl Schönholtz

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion