Christus in der Mitte

Die Kirchen in Bebra feiern gemeinsam ein großes Fest

Soll am Sonntag in Beschlag genommen werden: Der Rathausplatz ist – sofern es trocken bleibt – der Ort, an dem das ökumenische Christusfest gefeiert wird. Archivfoto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die christlichen Kirchen in Bebra feiern Anfang September alle gemeinsam ein großes Christusfest.

Mit dabei sind nicht nur die evangelische und die katholische Kirche, sondern ebenso die syrisch-orthodoxen Christen, die Evangelisch-methodistische Gemeinde und die Evangelische Gemeinschaft.

Ungewöhnlich sei die lange Tradition der Ökumene in Bebra, die hier gelebt werde, sagen der katholische Pfarrer Andreas Schweimer und sein evangelischer Kollege Alexander Ulrich. Hintergrund dieser großen Aufgeschlossenheit sei wohl, dass man in Bebra gelernt habe, mit vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzuleben.

Die Bebraner sollten sich am Sonntag nicht wundern, wenn „wir den Rathausmarkt stürmen“, scherzt Ulrich. Insgesamt könnten es 300 bis 400 Teilnehmer werden. „Wir wollen zusammen ein Fest feiern, anders als vor 500 Jahren“, sagen die beiden Pfarrer mit Bezug auf das Lutherjahr.

Von Chor bis Bibliolog

Das Fest beginnt am 3. September um 12.15 Uhr mit einer Andacht auf dem Rathausmarkt. Danach werden die Workshops vorgestellt, die so unterschiedlich sind, dass für jedes Alter und jedes Interesse etwas Passendes dabeisein werde. So gehören Chor und Kinderbeschäftigung, Bibelarbeit sowie Kerzen und Bilder gestalten ebenso zu den Angeboten wie ein Trauercafé, aramäisches kochen und sprechen – so wie Jesus sprach. „Jugend, Band...“ heißt ein weiteres Angebot oder „Bibliolog“ mit Rainer Leo. Hier werden Bibeltexte lebendig, indem die Teilnehmer unter Anleitung in Rollen schlüpfen, zum Beispiel die Rolle des verlorenen Sohnes oder dessen Vaters. Faszinierend und spannend zugleich sei diese Form der Auseinandersetzung mit der Bibel, erklärt Pfarrer Schweimer. Um 12.45 Uhr gibt es Mittagessen, danach beginnen die Workshops. Kaffee und Kuchen werden um 16 Uhr angeboten, um 17 Uhr folgt der ökumenische Gottesdienst am Rathausmarkt. Bei Regen findet das ganze in der und um die Auferstehungskirche statt. Jeder ist eingeladen – auch bei einzelnen Programmpunkten.

Zweimal im Jahr trifft sich in Bebra der ökumenische Arbeitskreis. Hier entstand die Idee des großen gemeinsamen Festes der christlichen Kirchen. Meistens gebe es Kontakte der Kirchen untereinander auf der Bischofsebene, so erklären die beiden Pfarrer. Hier aber wollten die Gläubigen selbst zusammen feiern. Die Workshops finden in den verschiedenen Gemeinderäumen statt, wobei die jeweiligen Leiter nicht in ihren angestammten Räumen sein werden. 

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Quelle: HNA

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