Ferienspiele

Kinder produzieren in Rotenburg ihre eigenen Kurzfilme

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Wählen Filmszenen für ihr Werk „Das Schiffsunglück“ aus und fügen sie zusammen: Lia (von links), Emilie, Emily, Johanna, Kate und Oskar (vorne).

Von Christina ZapfRotenburg. Die Teilnehmer bei den Ferienspielen in Rotenburg beugen sich konzentriert über das Laptop. Sie produzieren in Kleingruppen je einen Kurzfilm.

Für diesen schauen sich die 24 Kinder zwischen neun und 13 Jahren die zuvor mit i-Pads des Medienzentrums Rotenburg gedrehten Szenen an. Ausgewählt und aneinandergereiht werden nur die gelungenen. „Jetzt sehen sie, wie viel Arbeit hinter einem kurzen Film steckt“, sagt Schulsozialarbeiterin Maentel-Pogodsky. Die Rotenburger Ferienspiele dauern sechs Wochen und bieten den Kindern ein abwechslungsreiches Programm.

Damit nicht alle den ganzen Tag auf den kleinen Laptop-Bildschirm schauen müssen, wird das Bildschirmbild mit einem Beamer an die Wand geworfen. Die einzelnen Szenen unterlegen die Kinder mit Musik, um die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen. Oskar (13), Kate (10), Johanna (10) und Emily (9) wählen gerade die passenden Szenen für ihren Film „Das Schiffsunglück“ aus. Ihre Betreuerinnen Lia (16) und Emilie (16) helfen ihnen dabei.

Das fertige Werk sei spannend und witzig. „Es ist zum Glück kein Liebesfilm“, sagt Emily. Seicht ist anders, denn im Film kommen eine gewiefte Verbrecherin, ein sabotiertes Schiff, viele Verletzte, eine spannende Verfolgungsjagd mit der Polizei vor und ein klärender Gerichtsprozess vor.

Die Kinder durften frei entscheiden, um welches Thema es in ihrem Kurzfilm gehen soll. Herausgekommen sind sehr unterschiedliche Geschichten. „Es ist nicht immer, wie es scheint“ handelt von verzauberten Freundinnen und einem mysteriösen, unbekannten Retter. Bei der Produktion „Bankräuber dümmer als erlaubt“ kommen Comedy-Fans auf ihre Kosen. Der Film „Alles umsonst“ hingegen befasst sich mit dem Thema Entführung. In „Schau nicht weg“ zeigen die Kinder Mobbing an einer Schule.

Klemmt es irgendwo oder die will Technik nicht, steht den Jungen und Mädchen Hannes Spicker von Filmreflex in Fulda zur Seite. Er rät den Kindern, ihren Film mit einer Blende zu beenden. „So hört der Film nicht plötzlich auf“. Außerdem erklärt er ihnen, wie sie mit dem Programm „Pinnacle Studio“ den Filmtitel und den Text für den Abspann einfügen können. Er empfiehlt den Jungen und Mädchen, ihre Arbeit immer wieder zu speichern, damit nichts verloren geht, falls das Programm abstürzen sollte.

Neben Schulsozialarbeiterin Thora Maentel-Pogodsky unterstützen jugendliche Betreuer und Stadtjugendpflegerin Sandra Kriese die Kinder bei der Filmproduktion. „Wir geben alles, damit die Filme am Ende gut aussehen und können euch auch ein paar Tricks zeigen“, sagt Spicker.

Filme werden am Freitag gezeigt

Am Freitag präsentieren die Kinder ihre Filme Eltern und Freunden in der Aula der Jakob-Grimm-Schule. Anschließend gibt es eine Preisverleihung. Organisiert werden die Ferienspiele von der Stadt Rotenburg, der Gemeinde Alheim, dem Evangelischen Kirchenkreis Rotenburg, der Jakob-Grimm-Schule und den Schulsozialarbeitern des Landkreises.

Quelle: HNA

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