21-Jähriger steht vor Gericht

Prozess: Junger Bebraer soll versucht haben, Vater mit Messer zu verletzen

Fulda. Ein junger Mann aus Bebra muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Fulda verantworten. Der 21-Jährige soll seinen Vater überfallen und versucht haben, ihn mit einem selbst gemachten Messer zu verletzen. Der Angeklagte selbst stellt es als schlechten Scherz dar.

Der Tat in der Nacht zu Silvester 2013 ist laut Staatsanwaltschaft ein Streit zwischen dem Angeklagten und seinem Vater vorausgegangen. Der damals 20-Jährige soll sich gegen 3.15 Uhr mit seinem Schlüssel Zugang zur Alheimer Wohnung des Vaters verschafft haben. Er war mit Sturmhaube und Wollmütze maskiert.

Laut Anklage soll der junge Mann versucht haben. seinen Vater mit einem Lappen zu betäuben, der mit Chlorreiniger und Essigessenz getränkt war. Der Vater wachte allerdings auf, schlug den Lappen zur Seite und konnte seinen Sohn letztlich überwältigen.

Während die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass der Sohn den Vater fesseln und mit einem selbstgemachten Messer verletzen wollte, erklärte der Bebraner vor Gericht, dass er seinem Vater nur Angst einjagen wollte. Es sei ein schlechter Scherz gewesen, den er im Nachhinein bereue. Laut Verteidiger Julian Schraub hat der Vater die Entschuldigung akzeptiert.

Die Verhandlung wird in drei Wochen fortgesetzt. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters Joachim Becker sollen dann noch ein psychologischer Sachverständiger und zwei Polizeibeamte gehört werden. (mcj)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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