Tradition soll wiederbelebt werden

Jugendhof in Rotenburg wird einmal im Monat zum Sommercafé

Idyllisch im Grünen gelegen: Der Rotenburger Jugendhof wird sich fünf Mal in diesem Jahr in ein Sommercafé verwandeln. Das Bild zeigt von links Koch Manuel Fischer, Einrichtungsleiter Klaus Raub, Bürokraft Corinna Fern sowie Kerstin Schulz von der Tourist Information, die die neue Initiative befürwortet und unterstützt.

Rotenburg. Mit dem Café auf dem Emanuelsberg will der Jugendhof Gäste anlocken. Er soll ein Ort der Begegnung sein und ein lohnendes Ausflugsziel für Familien.

Der Rotenburger Jugendhof wird sich den ganzen Sommer über einmal monatlich in ein Café verwandeln und zu geselligem Beisammensein einladen. Mit dem „Café auf dem Emanuelsberg“ will Jugendhof-Leiter Klaus Raub Gäste auf den Jugendhof locken und zugleich eine Rotenburger Tradition wiederbeleben. Am Samstag, 5. Mai, geht es los.

Als Klaus Raub die Leitung des Jugendhofs vor einigen Jahren übernahm, recherchierte er mit Hilfe der Stadtverwaltung die Geschichte Rotenburgs und die des Emanuelsbergs, auf dem die Gebäude der Einrichtung stehen – auch mit dem Ziel, den einzelnen Räumen Namen mit lokalem und geschichtlichem Bezug zu geben. Dabei stieß er auf einen alten Brauch, der ihn faszinierte.

Er erfuhr unter anderem, dass einer der Landgrafen von Hessen-Rotenburg Namensgeber des Emanuelsbergs war, und dass er dort oben einen Bergpark mit Pavillon und Wirtschaftsgebäude hatte einrichten lassen. Als die Landgrafen längst aus Rotenburg verschwunden waren, errichtete Bäckermeister Hans Metz in den 1920er-Jahren am Berg ein Waldcafé, das für viele Jahre beliebtes Wander- und Ausflugsziel wurde.

Bürokräfte als Bedienung

Klaus Raub weiß, dass alte Rotenburger heute noch von den idyllischen Sommertagen auf dem Emanuelsberg schwärmen, und er hat alle Vorbereitungen für ein neues Sommercafé getroffen: Kaffee wird es geben und Kuchen, den sein Küchenteam gebacken hat – überwiegend aus regionalen Zutaten, wie Raub betont. 

Die Bürokräfte werden als Bedienungen einspringen. Tische, Stühle und Bänke wird Raub auf dem autofreien Hof hinter dem vorderen Gebäude aufstellen, so dass sie umgeben von Grün an einem schattigen Plätzchen stehen.

Ziel ist für Raub nicht nur die Wiederbelebung der Tradition, sondern auch, Rotenburgern seine Einrichtung vorzustellen und schmackhaft zu machen. Für ihn soll der Jugendhof auch ein Ort für die Einheimischen sein. Wichtig ist ihm außerdem die Begegnung der Menschen. 

Um diese zu fördern, wird Raub zu jedem Café Menschen einladen, die sich in der Region engagieren, sei es im Tourismus, in der Kunst oder in der Gastronomie, und die den Besuchern Rede und Antwort stehen. Gäste der ersten Veranstaltung werden Bürgermeister Christian Grunwald und Torben Schäfer vom Stadtmarketing sein.

Adresse geändert

Klaus Raub gefällt es auch, dass die Adresse des Jugendhofs kürzlich geändert wurde: Statt Am Kratzberg heißt die Straße nun Am Emanuelsberg. Das Sommercafé wird immer um 14.30 Uhr beginnen. Der erste Termin ist Samstag, 5. Mai. Weitere Termine: 2. Juni, 7. Juli, 11. August und 8. September.

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