Moderner Treffpunkt

Jugendheim in Nentershausen wird saniert und erweitert

Behindertengerecht und energiesparend: So soll das Jugendheim in Nentershausen nach dem Umbau werden. Auch ein Anbau ist geplant.

Nentershausen. Das Jugendheim in Nentershausen soll zu einem modernen Treffpunkt für jung und alt werden. Das Haus soll größer werden, wärmegedämmt und barrierefrei.

Die Gemeinde Nentershausen packt mithilfe des Förderprogramms Stadtumbau in Hessen zwei weitere wichtige Projekte an. In diesem Jahr soll die Sanierung und Erweiterung des Jugendheims beginnen. In Planung ist auch die barrierefreie Umgestaltung des Marktplatzes. Umgesetzt wurde in den vergangenen Jahren unter anderem die Neugestaltung des Parks in der Bergarbeitersiedlung. Das Bund-Länder-Programm will Städte und Gemeinden vor allem in strukturschwachen Regionen für Jung und Alt fit machen für die Zukunft. Wir beantworten wichtige Fragen zu dem Projekt.

Wie sehen die Pläne zur Sanierung des Jugendheims in Nentershausen aus?

Das Jugendheim stammt aus den 60-er Jahren. Es soll grundlegend saniert werden. Dazu gehört auch die Wärmedämmung. Die Elektrik ist uralt und der Abwasserkanal defekt. Zurzeit ist die Toilette im unteren Bereich untergebracht. Sie wird im oberen Bereich barrierefrei neu gebaut – im bisherigen Altbestand.

Der große Saal bleibt von der Größe her, wie er ist. Die Fenster sollen aber in Zukunft bis zum Boden reichen, damit der Saal heller und freundlicher wird. So entsteht auch ein Notausgang. Auch die Akustik soll verbessert werden. Außerdem wird das Dach neu eingedeckt.

Wie sehen die Pläne für die Erweiterung aus?

Das Jugendheim soll nicht nur saniert, sondern auch erweitert werden. Der Anbau wird im Bereich des jetzigen Eingangsbereichs entstehen und insgesamt 55 Quadratmeter groß sein, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes. Im Anbau links kommt der kleine Saal unter, der aus dem Altbestand dorthin verlegt wird. So entsteht Platz für die neue Toilette. Außerdem kommt ein kleines Foyer mit Garderobe in den Anbau. Der Eingangsbereich wird zum Teil überdacht, berichtet Hilmes. Der Boden dort wird gepflastert.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung des Jugendheims werden auf 475.000 Euro geschätzt. 72 Prozent der Kosten werden aus dem Fördertopf des Stadtumbau-Programms bezahlt, den Rest muss die Gemeinde selbst aufbringen. Das Geld steht im Haushalt für dieses Jahr bereit.

Was sagt die Gemeindevertretung zu den Plänen?

Das Parlament hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Pläne gegeben und damit den Weg für das Projekt freigemacht. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im September beginnen.

Können Vereine den frei gewordenen Raum nutzen?

Der Schützenverein prüft, ob er in die untere Etage des Jugendheims mit seiner Schießanlage einziehen kann. Die Gespräche mit der Gemeinde laufen.

Wann soll die Umgestaltung des Marktplatzes beginnen?

Ein weiteres im Rahmen des Stadtumbaus geplantes Projekt ist die barrierefreie Umgestaltung des Marktplatzes in Nentershausen. Ziel ist unter anderem, das Rathaus und das Ärztehaus barrierefrei zu gestalten. Außerdem soll die Parkplatzsituation verbessert werden. „Die Umgestaltung des Marktplatzes wird voraussichtlich erst 2019 umgesetzt“, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes auf Anfrage unserer Zeitung. Die Gemeindeverwaltung sei mit Planungsaufgaben für dieses Jahr bereits mehr als ausgelastet. Dazu gehören die Planungen für das Jugendheim, das Feuerwehrgerätehaus in Süß und den Straßenbau.

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