64 erfolgreiche Absolventen

Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg: Abiturienten feiern den „Finalsieg“

Mit Granatapfel-Cocktail und lächelnden Augen: Nele Wagner (von links), Lisa Mausehund und Lilly Jeppe vom Leistungskurs Biologie feiern ihr Abitur an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.
+
Mit Granatapfel-Cocktail und lächelnden Augen: Nele Wagner (von links), Lisa Mausehund und Lilly Jeppe vom Leistungskurs Biologie feiern ihr Abitur an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.

Im Zeichen des Fußballs und der gerade laufenden Europameisterschaft stand die Verabschiedung der 64 Abiturientinnen und Abiturienten an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.

Rotenburg - Die Absolventen hatten es dank einer großen Gemeinschaftsleistung, guter Betreuung und nicht zuletzt einwandfreier Schiedsrichterleistungen bis ins Schulfinale geschafft. Bei der Feier in der Bernhard-Faust-Halle durften sie ihren Erfolg zwar coronabedingt nur mit Abstand, aber doch eng verbunden mit Mitstreitern und der Familie genießen.

Oberstufenleiter Marc Heinzerling hatte extra seinen zu Sommermärchen-Zeiten erworbenen Fußball vom Schrank geholt, damit der sich wie ein roter Faden durch die Verabschiedung ziehen konnte. „Der Ball ist rund. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, kommentierte daraufhin die charmant durch das Programm führende Abiturientin Sophie Wanner in Anlehnung an den legendären Nationaltrainer Sepp Herberger.

Wenn alles etwas anders ist: Die Zeugnisse in der Bernhard-Faust-Halle gab es nur mit Maske – auf unserem Foto überreicht Physiklehrer Markus Wenzel die Trophäen, die an diesem Abend begehrter waren als der EM-Pokal.

Schulleiterin und Schiedsrichterin Sabine Amlung erinnerte an den Anpfiff des Spiels, den sie – gerade ins Amt gekommen – mit vielen Abgängern miterlebt hat. Mit Stolz verwies sie darauf, dass die Durchschnittsnote bei 26 von ihnen mit einer 1 vor dem Komma beginnt und dass Sophie Wanner, Aliya Fischer (beide mit der Durchschnittsnote 1,0) sowie der 2014 ohne Deutsch-Kenntnisse aus Syrien nach Deutschland gekommene Hedro Yousef Spitzenleistungen vollbracht haben. Schulamtsleiterin Anita Hofmann gratulierte zu einer „in einer großen Belastungssituation mit Flexibilität und Teamgeist erzielten Meisterleistung“. Glückwünsche gab es auch vom designierten Landrat Torsten Warnecke und der Landtagsabgeordneten Karina Fissmann.

Humorvolle Rückblicke, ernste Ausblicke

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald gratulierte für die Kommunen Alheim und Rotenburg. Vielleicht auch ein bisschen als beteiligter Vater – der Sohn des Rathauschefs gehört zu den erfolgreichen Abiturienten – ermunterte er dazu, dankbar zu sein für von Familie, Freunden und Lehrern gewährte Unterstützung und das mannigfache Mitleiden.

Festakt unter Auflagen: Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg verabschiedet Abiturienten

Abschied in der Bernhard-Faust-Halle: 64 Abiturienten
haben an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule ihre Prüfungen bestanden
Abschied in der Bernhard-Faust-Halle: 64 Abiturienten
haben an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule ihre Prüfungen bestanden
Abschied in der Bernhard-Faust-Halle: 64 Abiturienten
haben an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule ihre Prüfungen bestanden
Abschied in der Bernhard-Faust-Halle: 64 Abiturienten
haben an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule ihre Prüfungen bestanden
Festakt unter Auflagen: Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg verabschiedet Abiturienten

Kreisbeigeordneter Thomas Baumann riet den Abgängern, den Ball immer wieder einzufangen und es mit dem Schulnamensgeber Jakob Grimm zu halten: „Alles, was würdig lebt, strebt nach dem Höchsten.“ Marc Heinzerling, Sandra Rodrigues, Christina Stolle und Markus Wenzel wagten in der als Pausengespräch angelegten Lehrer-Rede humorvolle Rückblicke und ernste Ausblicke. Und weil C-O-R-O-N-A diesen Jahrgang doch stark geprägt hat, wünschten sie ihren Abiturienten Courage, Optimismus, Reife, Offenheit, Neugier und Ausdauer.

Führte charmant durch den Abend: Sophie Wanner gehört zu den Jahrgangsbesten an der JGS Rotenburg.

Harun Dalkiran und Janne Hangen standen ihnen in der Abiturienten-Rede in nichts nach. Sie zitierten Sokrates („Wir wissen, dass wir nichts wissen“) und den Werner Heisenberg zugeschriebenen Ausspruch: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man in der Schule gelernt hat.“

Einmal mehr musikalisch umrahmt wurde die live auf der Videoplattform YouTube übertragene, rund zweieinhalbstündige Veranstaltung von Manuel Khazarian. Im Anschluss an Auszeichnungen und Zeugnisübergaben traf man sich vor der Sporthalle zum zwanglosen Beisammensein. (Wilfried Apel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare