Ein Gotteshaus voller Sterne

Veranstaltungsreihe „Kunst und Klänge“ ab Freitag in der Rotenburger Jakobikirche

Freuen sich auf fünf künstlerische Monate in der Jakobikirche: Karl-Heinz Lies vom Verein Gemeinsam für Rotenburg (links) und Pfarrer Michael Dorfschäfer, hier mit einem Prototyp der 60 Sternenhimmelscheiben.
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Freuen sich auf fünf künstlerische Monate in der Jakobikirche: Karl-Heinz Lies vom Verein Gemeinsam für Rotenburg (links) und Pfarrer Michael Dorfschäfer, hier mit einem Prototyp der 60 Sternenhimmelscheiben.

In der Rotenburger Jakobikirche gehen am Freitag die Sterne auf. Für fünf Monate findet dort die Veranstaltungsreihe „Kunst und Klänge“ ein.

Rotenburg – Dazu laden der Verein Gemeinsam für Rotenburg und die Evangelische Kirchengemeinde in das Gotteshaus Rotenburger Marktplatz ein. So etwas wie den Rahmen bildet dabei die Kunstinstallation „Sternenhimmel“ des Künstlers Norbert Nolte, der in der Kirche zwischen Orgel und Empore rund 60 sogenannte Sternenhimmelscheiben aufhängen wird. Die blau-weiß-schwarzen Scheiben, die einen Durchmesser von 25 bis 60 Zentimeter haben und Ausschnitte des Firmaments zeigen, ließen zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten zu, sagt Karl-Heinz Lies vom Verein Gemeinsam für Rotenburg. Was Nolte, der in den 1970er-Jahren Kunst in Kassel studiert hat, in Nürnberg lebt und Verwandschaft in Alheim hat, selbst mit seinen Scheiben aussagen möchte? Lies: „Das wird er uns hoffentlich bei der Vernissage erklären.“ Grundsätzlich sehe aber jeder etwas anderes in den Sternenbildern.

„Und das finde ich so spannend“, sagt Dorfschäfer: „Diejenigen, die unsere Kirche kennen, werden sie bald in einem anderen Gesicht erleben, und Touristen, die einfach mal reinschauen, werden inspiriert.“

Bis zum 28. Februar sollen die Himmelsscheiben in der Jakobikirche bleiben. Bis dahin flankieren zahlreiche Veranstaltungen die Kunstausstellung, die mal mehr, mal weniger eine Verbindung zu den Sternen herstellen: darunter ein musikalischer Abend „Friedliebende Lieder unterm Sternenhimmel“ mit der Band Shiregreen und ein Trostkonzert am Totensonntag mit der Pianistin Eva Gerlach-Kling und Sänger Stephan Freiberger. Geplant ist auch eine Laserinstallation und weitere Veranstaltungen. „Auch wir werden uns inhaltlich darauf beziehen“, kündigt der Pfarrer an.

Geplant war „Kunst und Klänge“ eigentlich schon für das vergangene Jahr. Die Abstands- und Hygienevorschriften hätten die Planungen jedoch abrupt gestoppt. „Viele Menschen sagen, dass wegen Corona nichts mehr stattfindet. Wir wollen mit diesem außergewöhnlichen Gemeinschaftsprojekt jetzt ein deutliches Zeichen setzen“, sagt Dorfschäfer.

Die Vernissage zur Kunstinstallation mit Norbert Nolte, Bezirkskantor Christian Zierenberg und Konzertgitarrist Markus Rahn findet statt am Freitag, 1. Oktober, ab 19.30 Uhr.

Künstler Nolte bietet am Samstag ab 17 Uhr, und am Sonntag nach dem Gottesdienst jeweils eine einstündige Führung in der Jakobikirche an.

Mehr Infos unter: gemeinsam-in-rotenburg.de und kirchegemeinde-rotenburg.de

Von Sebastian Schaffner

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