Radikalumbau in Hersfeld-Rotenburg

HKZ-Zukunft: Fragen des Rotenburger Stadtparlaments bleiben unbeantwortet

Zu sehen ist das Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum, hier fotografiert vom Parkhaus des Kreiskrankenhauses.
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Die akutmedizinischen Abteilungen des Herz-Kreislauf-Zentrums, hier fotografiert vom Parkhaus des Rotenburger Kreiskrankenhauses, sollen im Zuge des Radikalumbaus an das Klinikum nach Bad Hersfeld verlagert werden.

Die Rotenburger Politik hat viele Fragen zum Radikalumbau des Klinikums Hersfeld-Rotenburg. Antworten der Geschäftsführung des Konzerns kann das Stadtparlament aber nicht erwarten.

Rotenburg – Schweigend haben die Rotenburger Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung die Reaktion auf ihre Bemühungen um den Erhalt des Herz-Kreislauf-Zentrums (HKZ) beziehungsweise der akutkardiologischen Versorgung im Nordkreis vernommen. Stadtverordnetenvorsteher Thomas Nölke verlas die nüchterne Antwort der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Elke Künholz auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von vor der Sommerpause. Gerichtet war das Schreiben vom Juli an Klinikums-Geschäftsführer Rolf Weigel, den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden und Landrat Dr. Michael Koch sowie den Kreisausschuss. Laut Künholz steht der Geschäftsführer entgegen der Forderung der Rotenburger Politiker für Auskünfte nicht zur Verfügung, er sei nur dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung verpflichtet, so Künholz in einem Schreiben vom 5. August. Weitere Antworten gebe es nicht, heißt es ausdrücklich.

Auch dürfen die Vorsitzenden der im Stadtparlament vertretenen Fraktionen nicht an der geplanten Informationsveranstaltung für die Kreistagsmitglieder teilnehmen. Die Stadt Rotenburg sei mit beratender Stimme an den Sitzungen des Aufsichtsrats beteiligt. Es liege nicht in der Verantwortung des Aufsichtsrats, wenn Bürgermeister Christian Grunwald entschieden habe, nicht mehr an den Sitzungen teilzunehmen. Sie, Künholz, bedauere dies, weil Grunwald die Interessen er Stadt stets in die Beratungen eingebracht habe.

Der Bürgermeister hatte im Oktober 2020 den Aufsichtsrat aus Protest gegen dessen Kommunikation verlassen. Aufsichtsrat und Geschäftsführer des Klinik-Konzerns hätten auf eine einstimmige Resolution und auf einen Fragenkatalog des Magistrats zur Zukunft des HKZ lediglich ein inhaltlich wenig gehaltvolles Antwortscheiben bekommen, kritisierte Grunwald damals. Auch die Fragen im Schreiben der Rotenburger Stadtverordneten werden nicht beantwortet.

„Insgesamt nehme ich mit, dass die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rotenburg an der Fulda mit diesem Beschluss die Interessen der Stadt Rotenburg wahrt und werde die im Beschluss gemachten Vorschläge auch in den Prozess einbringen“, schreibt Künholz abschließend. (Silke Schäfer-Marg)

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