Offener Brief: Bürger-Herz fordert Veröffentlichung von Curacon-Gutachten

HKZ: Initiative will Antworten vom Klinikum

Das Bild zeigt Die Zwillingsbrüder Benjamin (links) und Tim Schneider von der Initiative Bürger-Herz auf der Breitenstraße in Rotenburg.
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Setzen sich für den HKZ-Standort in Rotenburg ein: Die Zwillingsbrüder Benjamin (links) und Tim Schneider von der Initiative Bürger-Herz.

Die Initiative Bürger-Herz, die sich für den Erhalt des HKZ-Standorts in Rotenburg einsetzt, hat in einem offenen Brief gefordert, Inhalte des Curacon-Gutachtens den Bürgern zur Verfügung zu stellen.

Hersfeld-Rotenburg - Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Curacon hat im Auftrag des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Klinikums ein Zukunftskonzept erstellt. Landrat Dr. Michael Koch (CDU), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des kommunalen Klinikverbundes, hatte jüngst im Kreistag gesagt, das Gutachten könne mit Verweis auf das GmbH-Recht nicht veröffentlicht werden. Zudem wäre das über 1500 Seiten starke Papier für die meisten Menschen wohl auch fachlich zu kompliziert. Allerdings solle geprüft werden, ob Teile des viel diskutierten Gutachtens Papiers offengelegt werden können.

Tim und Benjamin Schneider, die Sprecher der Initiative, bitten in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, zudem Curacon bei der Veröffentlichung „höflichst um Unterstützung“.

Bürger-Herz möchte zudem von der Geschäftsführung des Klinikums erfahren, was die Argumente seien, „die als alternativlos benannten Weg zum Radikalumbau führen“, und wie stichhaltig diese Argumente mit Blick auf möglichen Alternativen zu sehen seien. „Stellen Sie der Öffentlichkeit bereit, was Ihnen möglich ist.“ Die Initiative begründet ihre Forderung mit der Bedeutung, die ein Radikalumbau für die Menschen im Landkreis haben würde. „Auch dadurch, dass hier mehr als 100 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln eingesetzt werden sollen, macht eine Erklärung zweifelsohne erforderlich.“

Die Initiative Bürger-Herz erwartet nach eigenen Angaben zudem „Antworten auf die vielen offenen Fragen“, die unter anderem der Magistrat der Stadt Rotenburg gestellt hatte (wir berichteten).

„Wir schlagen vor, sämtliche Informationen zum Abruf auf der Internetseite des Klinikums oder des Landkreises schnellstmöglich – spätestens in vier Wochen – bereitzustellen“, so Tim und Benjamin Schneider.

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