Volle Auftragsbücher

Himmel und Papesch investiert kräftig in seinen Firmenhauptsitz in Bebra

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Ein neues Bürogebäude entsteht: Unser Bild zeigt – von links – Firmeninhaber Jörg Gnauert, Personalentwicklerin Kerstin Schulze und Geschäftsführer Michael Bunk auf dem Bebraer Firmengelände von Himmel und Papesch vor der Baustelle, auf der zur Firmen-Erweiterung ein neues Bürogebäude errichtet wird.

Dann wenn es schwierig wird, wenn Speziallösungen gefragt sind und Projekte auch mal knifflige Herausforderungen stellen, sind sie besonders in ihrem Element.

Das Bauunternehmen Himmel und Papesch, das seinen Hauptsitz in Bebra hat, ist bundesweit im Bereich des Ingenieur- und Spezialtiefbaus tätig.

„Im Brückenbau wird wieder kräftig investiert – unsere Auftragsbücher sind voll und das gibt uns Planungssicherheit für das Wachstum des Unternehmens, das wir mittelfristig anstreben“, sagt Jörg Gnauert, geschäftsführender Gesellschafter und Inhaber von Himmel und Papesch. Grund genug, den Traditionsstandort in Bebra in den kommenden Jahren weiter kräftig auszubauen.

Drei Millionen Euro will das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren am Firmensitz in Bebra investieren. Ein neues Bürogebäude, das auf 1100 Quadratmetern unter anderem Platz für 20 neue Büros bieten soll, wird dort zurzeit an der Max-Planck-Straße gebaut, und auch auf dem Bauhof und in der Werkstatt auf dem Firmengelände gegenüber sind Erweiterungen geplant. „Alles was einen Motor hat, wird dort gewartet und instand gesetzt“, berichtet Gnauert. Die gesamte Logistik der Baugeräte werde von Bebra aus geleistet. Eine Herausforderung bei bundesweit 150 Baustellen verschiedenster Größenordnung im Jahr, von denen über 100 parallel laufen. Deshalb investiere man zudem auch kräftig in Geräte und Maschinentechnik, „wobei Großgeräte, die für den Brückenbau benötigt werden, durchaus Einzelinvestitionen im siebenstelligen Bereich darstellen können“, wie Gnauert berichtet.

Imposantes Bauwerk: Auch die längste Fernbahnbrücke Europas haben die Bebraer Brückenbau-Experten mitgebaut. Die Saale-Elster-Talbrücke in Sachsen-Anhalt ist mit der Abzweigstrecke Halle zusammen 8,6 Kilometer lang und Teil der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Leipzig / Halle. 

Die gelben Fahrzeuge und Baumaschinen mit dem HuP-Schriftzug sind das Erkennungszeichen der Baufirma. Pünktlich zum 95-jährigen Bestehen des Unternehmens, das die Belegschaft am Samstag, 14. September, gemeinsam feiern wird, kommt ein neues hinzu: ein Drehbohrgerät, das eigens in Italien von einem Maschinenbauer angefertigt wurde und über eine deutschlandweit einzigartige Technik verfügen wird. Es ermöglicht, mit einer Mastlänge von nur 7,20 Metern – üblicherweise haben Drehbohrgeräte eine Mastlänge von über 20 Metern – Bohrpfähle mit 1,20 Metern Durchmesser und einer Tiefe von bis zu 20 Metern herzustellen. „Immer mehr Brücken werden innerstädtisch im Bestand erneuert – für so etwas wird das Spezialgerät benötigt“, sagt Gnauert. Diese Leistung mit eigenem Personal und eigenem Gerät ausführen zu können, sei „eine weitere Spezialisierung unserer Firma“, erklärt der 53-Jährige.

Neuer Spezialbohrer: Das Drehbohrgerät SR 75 soll pünktlich zur Firmenfeier übergeben werden. Es verfügt mit seiner vergleichsweise geringen Masthöhe über eine deutschlandweit einzigartige Technik.

Um hinsichtlich des Wachstums auch personell gut gewappnet zu sein, stellt Himmel und Papesch auch hier die Weichen, um als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden. „Um Azubis zu gewinnen, machen wir sehr viel“, sagt Geschäftsführer Michael Bunk. Im kaufmännischen Bereich sei man sehr zufrieden – „die Bauberufe sind aber nach wie vor ein Engpass“, sagt der 52-Jährige. Dabei gebe es gerade dort sehr spannende Tätigkeiten. „Routine tritt bei uns eigentlich gar nicht ein, weil wir sehr abwechslungsreiche Aufgaben bieten“, sagt Bunk.

Oftmals sind anspruchsvolle Lösungen gefragt: Auch so kann eine Baustelle aussehen – hier eine echte Insellösung, die es beim Bau der Saale-Elster-Talbrücke auf dem Rattmansdorfer Teich umzusetzen galt.

„In diesem Jahr haben wir es geschafft, all unsere geplanten Ausbildungsplätze zu besetzen – 30 sind es an der Zahl – es darf aber sicher noch mehr werden“, berichtet Kerstin Schulze. Die Personalentwicklerin ist seit einem Jahr im Unternehmen, um gerade diesen Bereich zu stärken und arbeitet hierfür unter anderem eng mit den Job-Coaches der Schulen und den Vermittlungs-Profis von der Agentur für Arbeit zusammen.

Angefangen bei den sehr guten Übernahmechancen nach der Ausbildung über ein umfangreiches Schulungs- und Weiterbildungsangebot und der Möglichkeit des Dualen Studiums in Zusammenarbeit mit der THM, um den Ingenieur-Nachwuchs selbst auszubilden, will das Unternehmen für Bewerber attraktiv sein. Auch mit betrieblicher Alters- und Gesundheitsvorsorge soll der Belegschaft etwas geboten werden. All das soll sicherstellen, „dass wir für unsere anspruchsvollen Baustellen mit oftmals sehr komplexen Lösungen auch in Zukunft ausreichend hoch qualifiziertes Personal haben“, sagt Firmenchef Jörg Gnauert.

Himmel und Papesch beschäftigt 200 Mitarbeiter

Die Himmel und Papesch GmbH und Co. KG wurde 1924 von August Himmel und Rudolf Papesch in Berlin gegründet. Anfang der 1970er-Jahre verlegte die Firma ihren Hauptsitz an den Eisenbahnknotenpunkt Bebra. Das Bauunternehmen ist deutschlandweit im Einsatz beim Eisenbahn- und Autobahn-Brückenbau sowie beim Spezialtiefbau. Geschäftsführer ist seit 1998 Diplom-Ingenieur Jörg Gnauert, der die Firma von seinem Vater übernahm. Das Unternehmen bietet Ausbildungen in sechs verschiedenen Berufen (zwei kaufmännischen und vier im Baugewerbe) an. Daneben besteht auch die Möglichkeit, ein Duales Studium im Unternehmen zu absolvieren. Himmel und Papesch beschäftigt 200 Mitarbeiter deutschlandweit und verfügt neben dem Bebraer Hauptsitz über Zweigstellen in Erfurt, Chemnitz, Dachau und Stuttgart sowie über mehrere Tochterunternehmen

Quelle: HNA

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