230 000 Euro weniger Einnahmen als 2016

Blitzer in Hersfeld-Rotenburg: Kommunen kassierten 1,1 Mio. Euro

Hersfeld-Rotenburg. Rund 1,06 Millionen Euro haben die Kommunen im Kreis Hersfeld-Rotenburg im vergangenen Jahr mit Blitzern eingenommen.

Das teilte der Ordnungsbehördenbezirk (OBB) mit Sitz in Bebra, dem bis auf Bad Hersfeld alle 19 Kommunen angehören, sowie die Kreisstadt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Im Vorjahr waren es insgesamt noch 1,29 Millionen Euro, also gut 230 000 Euro mehr.

Davon entfielen im vergangenen Jahr 853 040 Euro auf die Geschwindigkeitsmessanlagen im Behördenbezirk. Dazu zählen neben den mobilen Blitzern auch die insgesamt 13 fest installierten Geräte. 2016 beliefen sich die Einnahmen noch auf 1,02 Millionen Euro. Rückläufig seien auch die Fallzahlen, teilt OBB-Chef, Bebras Bürgermeister Uwe Hassl, mit. 2017 blitzten die 13 stationären Geschwindigkeitsmessanlagen im Landkreis 14 900 Mal. Im Vorjahr hatten die Beamten des Behördenbezirks 22 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen gezählt. Auch die Anzahl der mobil ermittelten Tempoüberschreitungen ist mit 34 000 Fällen um 2000 gesunken.

Die Zahlen zeigten, dass vor allem die fest installierten Geräte „ihre Wirkung entfalten“, so Hassl. Vorerst seien keine neuen Geräte im Behördenbezirk geplant. Unter Umständen würden aber einige Messanlagen demnächst umgesetzt. Grundsätzlich will der OBB künftig „stärker auf eine mobile und flexiblere Verkehrsüberwachung“ setzen.

Bad Hersfeld, das lediglich mobile Blitzer einsetzt, nahm laut Stadtsprecher Meik Ebert im vergangenen Jahr durch Geschwindigkeitsüberschreitungen 209 000 Euro ein. Im Vorjahr waren es 60 000 Euro mehr. „Der Rückgang hat rein personelle Gründe“, so Ebert. In der Hersfelder Ordnungsbehörde seien Mitarbeiter langzeiterkrankt.

Bad Hersfeld plant neue Anlagen

Während der Ordnungsbehördenbezirk derzeit keine neuen stationären Blitzer plant, überlegt die Stadt Bad Hersfeld, an der Alsfelder Straße im Stadtteil Asbach neue feste Geschwindigkeitsmessanlagen zu installieren. Dort werde zu schnell gefahren, hätten Anwohner berichtet, sagt Stadtsprecher Meik Ebert. Nachdem die Stadt mit mobilen Geräten gemessen habe, „besteht kein Zweifel daran, dass es dort tatsächlich zu Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt“, so Ebert. Der Stadt gehe es nicht nur um zu schnelles Fahren, „wir wollen auch die damit einhergehende Lärmbelastung reduzieren.“ Wann genau die Anlagen kommen, stehe noch nicht fest. (ses)

Quelle: HNA

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