Rückkaufoption soll greifen

Kreis nimmt früheres Altenzentrum in Rotenburg zurück und verhandelt neu

Völlig heruntergekommen: Das frühere Kreisaltenzentrum am Rotenburger Emanuelsberg

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg macht von seiner Rückkaufoption Gebrauch und will das marode ehemalige Kreisaltenzentrums in Rotenburg erneut verkaufen.

Noch ist die Bebraer Horo-Gruppe um den Bebraer Architekten Helmut Holzhauer Eigentümer, sie hatte jedoch die beim Kauf vereinbarten Auflagen nicht erfüllt.

Wie Kreispressesprecher Pelle Faust auf Anfrage erklärte, hat Landrat Dr. Michael Koch den Eigentümer aufgefordert, dem Landkreis das Grundstück mit Gebäude zurückzuübereignen. Holzhauer hatte das 1967 errichtete Gebäude und das 16 000 Quadratmeter große Areal 2014 für einen symbolischen Preis von drei Euro erworben. Das deshalb, weil mit immensen Abrisskosten zu rechnen war und ist. Vertraglich vereinbart wurde, dass das Gebäude bis Ende Juni 2016 abgerissen werden sollte. Diese Frist wurde vom Kreis noch einmal um zwei Jahre verlängert. Noch im Mai hatte der Eigentümer versprochen „In sechs Wochen ist das Ding weg“. Doch das Gebäude steht noch.

Der Kreisausschuss hat nun den Rückkauf beschlossen. Derzeit gebe es Gespräche mit möglichen Interessenten für das Areal, erklärte Pressesprecher Faust. Zu diesem frühen Zeitpunkt könne er noch keine Namen nennen. Diese Gespräche würden jedoch in enger Absprache mit der Stadt Rotenburg geführt.

Das 1972 eingeweihte Gebäude liegt an der direkten Zufahrt zum Kreisjugendhof und liefert keine gute Visitenkarte mehr. 2007 zogen die Bewohner in eine neue Einrichtung mitten in der Stadt um. Seither steht das alte Gebäude leer und und verfällt. Vandalismus und Plünderungen haben es zusätzlich beschädigt. Der Kreis hat zwischenzeitlich einen Bauzaun aufstellen lassen, um Unbefugten den Zugang zu erschweren.

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