Landrat für Einsatzkoordination vor Ort

Leitstellen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sollten nicht zentralisiert werden

Bad Hersfeld. Gegen Überlegungen der Landespolitik, die Feuerwehr-Rettungsleitstellen zu zentralisieren, hat sich Landrat Dr. Michael Koch ausgesprochen. Diese waren nicht zum ersten Mal aufgekommen.

Im Audimax der Modellschule Obersberg sagte Koch während der Dienstversammlung der Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg: „Unsere Leitstellen sind unverzichtbar für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung. Sie leiten den Brandschutz, die allgemeine Hilfe, den Katastrophenschutz sowie den Rettungsdienst und sind vor Ort Ansprechpartner für die Bürger – in allen Notsituationen rund um die Uhr.“

Während des Sturms Friederike am 18. Februar sei die Leitstelle in kürzester Zeit mit sechs statt der üblichen zwei Mitarbeiter besetzt gewesen, um die vielen Einsätze zu koordinieren. Weit über 150 Einsätze wurden gezählt. Immer wieder rückten Kräfte der Feuerwehren aus, um die Straßen von umgestürzten Bäumen und anderen Verkehrshindernissen zu befreien. Zudem mussten immer wieder lose Teile an Gebäuden entfernt werden.

„Ich habe mich an diesem Tag zweimal über die professionelle Arbeit zwischen Leitstelle und Wehren informiert. Unsere Mitarbeiter kennen die Orte und Begebenheiten im Landkreis und können durch ihre Kompetenz den aufgeregten Menschen schnell und vor allem umfassend helfen“, führte der Landrat weiter aus.

Das Sturmtief Friederike habe bestätigt, wie unverzichtbar die Leitstelle im Kreishaus in Bad Hersfeld sei. Nach den Worten von Landrat Dr. Koch soll sie während des noch in diesem Jahr bevorstehenden An- und Umbaus des Landratsamts ebenfalls erweitert werden. Das sei mehr als ein Fingerzeig an die schwarz-grüne Landesregierung in Wiesbaden, die Vor-Ort-Struktur der Rettungsleitstelle nicht weiter infrage zu stellen. (rey)

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