Ausgelassene Stimmung im Festzelt

Heimatabend in Niedergude: Von Moses, Kaulquappensocken und den Wechseljahren

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Ausgelassene Stimmung beim Heimatabend in Niedergude: Viel Applaus im gut besetzten Festzelt gab es unter anderem für die als Seefrauen und Matrosen verkleidete Tanzgruppe „Gude-Mischung“.

Niedergude. Mit Humor, Tanz und Gesang hat Niedergude im gut besetzten Festzelt seinen Heimatabend gefeiert. 

Niedergude. „Die Sänger sind noch nicht vollzählig“, machte es die Runde wegen der Verzögerung beim Heimatabend in Niedergude. Die Besucher im gut besetzten Festzelt hat das nicht gestört. Sie unterhielten sich angeregt mit den Tischnachbarn über die kleinen Dinge des Alltags und das Neueste aus dem Dorfgeschehen. Eingedämmt wurden die Unterhaltungen schließlich von einem Mann am Mikrofon: Heinz Aschenbrenner.

Viel Applaus: Mit Humor, Tanz und Gesang hat Niedergude im gut besetzten Festzelt seinen Heimatabend gefeiert. 

Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Ausrichter der Kirmes in diesem Jahr, stellte das Programm des Abends vor. Das waren gut zwei Stunden prächtige Unterhaltung mit viel Humor, Tanz und Gesang. Die Besucher belohnten die Auftritte der Akteure auf, vor und neben der Bühne immer wieder mit tosendem Applaus.

Den Auftakt machte der Frauenchor unter Leitung von Reiner Marth mit zwei alten Schlagern: „Schuld war nur der Bossa Nova“ von Manuela und „Komm ein bisschen mit nach Italien“ von Caterina Valente. Der Männerchor stimmte die Zuhörer mit der „Bergheimat“ und Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“ auf das Kirmesfest ein.

Seit vielen Jahren bereichert ein Paar die Heimatabende in Niedergude: Linda und Filippo Messina. Als „Moses“ holte sie auf dem Berg Sinaii bei ihm, den „lieben Gott“, die zehn Gebote ab. Das war die etwas anderen Version der biblischen Geschichte, die nicht ohne Widerspruch blieb.

Seit vielen Jahren bereichert ein Paar die Heimatabende in Niedergude: Linda und Filippo Messina. Als „Moses“ holte sie auf dem Berg Sinai bei ihm, dem „lieben Gott“, die zehn Gebote ab. Das war die etwas andere Version der biblischen Geschichte, die nicht ohne Widerspruch blieb, mit der Frage: „Wo bleibt der Spaß bei den vielen Geboten?“ Sie empfahl deshalb dem Chef, ein elftes hinzuzufügen: „Gründe eine Siedlung. Nenne sie Niedergude und feiere Kirmes wie bestusst.“ Tanzend stellten sich die Kirmesmädchen und -burschen vor: Ann-Kathrin Bockholt, Larissa Krause, Elias Kerst und Philipp Nöding, unterstützt von Celina Werner und Johannes Krause. Von den heißen Zeiten der Wechseljahre sangen und tanzten die Landfrauen Helga Kerst, Gisela Nattermüller, Ute Leimbach, Beate Kerst und Ulrike Nöding zum Lied: „Das sind die fetten Jahre, eine Zeit, die mich befreit.“ 

Von den heißen Zeiten der Wechseljahre sangen und tanzten die Landfrauen Helga Kerst, Gisela Nattermüller, Ute Leimbach, Beate Kerst und Ulrike Nöding

Was ein Dachdecker beim Ziegeltransport so alles erleben kann, davon berichtete Frank Glaser dem „Versicherungsvertreter“ Michael Marth im Sketch auf der Bühne. Weil er nicht loslassen konnte, gab es einen dreifachen Kontakt mit dem Transportkübel an der Außenwand des Hauses. Die Folge: Blessuren von Kopf bis Fuß. Den Zuhörern hat’s gefallen. Begeistert gefeiert wurden auch die Spontanbeiträge von Jonathan Kalies mit den Liedern „Stoß' mal auf, mein Schatz, ich riech' die Leberwurst so gerne“ und „Kaulquappensocken“. Der Höhepunkt des Heimatabends war der Auftritt der Tanzgruppe „Gude-Mischung“. Als Seefrauen und Matrosen gingen die Frauen und Männer aus dem Gudegrund zum Lied von Achim Reichel „Aloha Heja He“ auf große Fahrt. Einstudiert hatte den Tanz Annika Magdalinksi. Sie erhielt als Dankeschön einen Blumenstrauß. Anschließend spielte die Partyband „Holidays“ zum Tanz.

Quelle: HNA

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