1. Hersfelder Zeitung
  2. Lokales
  3. Kreisteil Rotenburg

Haselgrund soll attraktiver werden: Neues Projekt ist im Entstehen

Erstellt:

Von: Christopher Ziermann

Kommentare

Hier können am Sonntag Haselgrunder aus allen vier Ortsteilen zusammenkommen. Das „Café auf Zeit“ im Erkshäuser Dorfgemeinschaftshaus gehört zum Gesamtprojekt „Lebendiger Haselgrund“.
Hier können am Sonntag Haselgrunder aus allen vier Ortsteilen zusammenkommen. Das „Café auf Zeit“ im Erkshäuser Dorfgemeinschaftshaus gehört zum Gesamtprojekt „Lebendiger Haselgrund“. © Carolin Eberth

Der Arbeitstitel lautet „Lebendiger Haselgrund“ und das Ziel ist klar: Das Dorfleben in Schwarzenhasel, Erkshausen, Seifertshausen und Dankerode soll attraktiver gestaltet werden.

Haselgrund - Wie genau das passieren soll, das liegt bei den Einwohnern. Angestoßen hat die Initiative die neue Koordinatorin der Gemeinwesenarbeit im Rathaus, Martina Allmeroth-Akien. Die Resonanz ist groß. Nun soll der Arbeitstitel weiter mit Leben gefüllt werden. Es geht nicht nur um Freizeit, sondern auch um essenzielle Dinge des Alltags. Auch die Verbindungen zwischen den Dörfern könnten in diesem Rahmen enger werden.

Direkt nach einem ersten Treffen vor einigen Wochen, wo unter anderem die Ortsvorsteher, Pfarrer Carsten Köthe und Vertreter mehrerer Vereine dabei waren, wurde eine Eltern-Kind-Gruppe gegründet. Die trifft sich seither immer Donnerstagnachmittag auf dem Spielplatz oder am DGH in Erkshausen, bislang unter der Leitung der Gemeinwesenkoordinatorin. Die Suche nach einer Fachkraft für das Angebot läuft.

Sieben Kilometer trennen das südlichste Haus in Schwarzenhasel vom nördlichsten in Dankerode. Ein Ansinnen ist auch, mehr Verbindungen zwischen den vier Dörfern zu schaffen. „Ziel ist das Miteinander. Derzeit finden viele Gespräche statt. Am Sonntag wollen wir uns weiter austauschen und Ideen für Veranstaltungen und Angebote sammeln“, sagt die Impulsgeberin.

Dass sie sich in ihrer neuen Stelle derzeit ganz besonders dem Haselgrund annimmt, hat mit der Sperrung der Landesstraße zu tun. Derzeit würden sich die Bürger wirklich genau überlegen, wann sie ihr Tälchen verlassen, weil das mit deutlichen Umwegen einhergeht – das gilt zum Beispiel auch für einen Café-Besuch. Deswegen wird im Dorfgemeinschaftshaus in Erkshausen nun in enger Zusammenarbeit mit dem Verein „Lust am Dorf“ das Angebot „Café auf Zeit“ gemacht. Es findet erstmals am Sonntag, 25. September, statt und soll dann jeden dritten Sonntag im Monat stattfinden, gegebenenfalls auch mit wechselnden Veranstaltungsorten.

Dafür wirbt Martina Allmeroth-Akien um die Mitwirkung von Vereinen, Gruppen, Einzelpersonen und Kuchenbäckerinnen. Bei der Gelegenheit soll auch besprochen werden, was künftig noch alles unter der Überschrift „Lebendiger Haselgrund“ angeboten wird. Das wird sich im Entstehungsprozess mit den Beteiligten ergeben, wahrscheinlich in verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Gemeinwesenkoordinatorin hat bereits einige Ideen.

Mobilität: Unter anderem soll der Einsatz von Bürgerbussen geprüft werden. Auch die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten ist eine Idee.

Nahversorgung: Ein Hofladen, Lebensmittelautomaten oder eine Struktur mit Lieferservice sind Möglichkeiten.

Digitalisierung: Erwogen wird eine Smartphone-Sprechstunde und die Einrichtung einer Dorffunk-App, über die viel Organisatorisches, Angebote und Kommunikation im Allgemeinen laufen könnte.

Freizeitangebote: Hier geht es nicht nur um mögliche neue Angebote, sondern auch darum, bestehende bekannter zu machen. Dazu gehören Nähkursnachmittage, Waldbaden und Wanderausritte.

Familienkalender: Die Bürger könnten gemeinsam einen Kalender mit Fotos aus dem Haselgrund erstellen und dort die Veranstaltungen von Vereinen, Kirche und anderen Institutionen aufzeigen.
(Christopher Ziermann)

Auch interessant

Kommentare