Bewerber im Porträt

Bürgermeisterwahl in Cornberg: Kandidat Alfred Knoch will Eigenständigkeit erhalten

Alfred Knoch, Erster Beigeordneter der Gemeinde Cornberg und Bürgermeisterkandidat, lächelt für ein Porträtfoto in die Kamera.
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Tritt zur Bürgermeisterwahl in Cornberg an: Alfred Knoch aus Rockensüß ist Erster Beigeordneter der kleinen Gemeinde.

Seit drei Wahlperioden ist Alfred Knoch Erster Beigeordneter in Cornberg. Nun kandidiert er für das Hauptamt. Geht es nach dem 61-Jährigen, bleibt die kleine Gemeinde eigenständig.

Cornberg – Das kleine Cornberg setzt einen klaren Kontrast zu vielen anderen Kommunen der Region, wo es zuletzt bei Bürgermeisterwahlen oft nur einen Bewerber gab: Um die Nachfolge des scheidenden Rathauschefs Achim Großkurth bewerben sich gleich vier Nachfolger. Einer von ihnen ist der Rockensüßer Alfred Knoch, der als Erster Beigeordneter Großkurth vertreten hat, wenn er nicht im Dienst war.

„Wir haben in den vergangenen Jahren mit ausgeglichenen Haushalten gezeigt, dass es auch alleine geht. Wir können für die Bürger alle Leistungen anbieten, die man braucht“, sagt Knoch. Er ist schon seit vielen Jahren in der Cornberger Kommunalpolitik engagiert, hätte sich aber nie vorstellen können, einmal selbst zur Bürgermeisterwahl anzutreten, sagt er.

Knoch will fortführen, was der Vorgänger begonnen hat

Die Motivation für seine Kandidatur sei, dass er einige Ziele der unter Großkurth begonnen politischen Anstrengungen fortführen wolle. Dazu zählt er weitere Ansiedlungen im Gewerbegebiet, die Vermarktung des Neubaugebiets oberhalb von Cornberg und die Erweiterung der interkommunalen Zusammenarbeit. Knoch ist SPD-Mitglied – tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Der SPD-Ortsverband hat sich dazu entschlossen, keinen der vier Kandidaten offiziell zu unterstützen.

Knoch hat vor 18 Jahren schon einmal als Erster Beigeordneter für elf Monate die Geschicke der Gemeinde geleitet, als Frank-Peter Gieseke per Bürgerentscheid als Bürgermeister abgewählt wurde. Der Vater einer erwachsenen Tochter ist als Verwaltungsbeamter beim Landkreis angestellt.

Knoch: Würde mich bei einer Mehrheit nicht gegen Fusion stemmen

Auch wenn er selbst ein erklärter Verfechter der Eigenständigkeit Cornbergs ist, würde er sich einer Fusion nicht verschließen, wenn sie von der Gemeindevertretung und den Bürgern gewollt ist. „So ist Demokratie: Es gibt das gesetzgebende Organ und das ausführende Organ. Auch auf Gemeindeebene.“

Neben Franziska Bolz aus Königswald, die unsere Zeitung in der Samstagsausgabe vorgestellt hat, treten auch Katja Gonzales Contreras aus Cornberg und Dieter Kempka aus Rockensüß zur Wahl an. Sie werden in der morgigen und übermorgigen Ausgabe vorgestellt. (Von Christopher Ziermann)

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