Moderner Stützpunkt entsteht

Der Grundstein fürs neue Feuerwehrgerätehaus in Rotenburg ist gelegt

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Die Kapsel wird bestückt: Auch die Bauzeichnungen gehören in die Kupferrolle. Unser Bild zeigt von links Wehrführer Dirk Riemenschneider, Bürgermeister Christian Grunwald mit den Plänen, Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut und Architekt Markus Stark. Fotos: Ssusanne Kanngieser

Rotenburg. Der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus in Rotenburg ist am Samstag gelegt worden. Jetzt kann der rund elf Millionen Euro teure Bau hochgezogen werden.

„Ab jetzt geht es in die Höhe.“ So begrüßte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald die vielen Ehrengäste und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg bei der Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Samstagmittag am Breitinger Kirchweg.

Er dankte dem Architekturbüro Markus Stark sowie allen an der Planung und Ausführung Beteiligten. Viele Vorschläge der Wehr seien mit Bernhard Pfister und Andreas Münscher als Ehrenamtlichen in die Planung eingebracht worden. Auch das in der Region beheimatete Bauunternehmen Laudemann passe gut in das Gesamtkonzept. „Hier wird etwas Nachhaltiges geschaffen“, sagte der Verwaltungschef.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnold würdigte das große Engagement der Rotenburger Wehr. „Auch das Land wertschätzt ihre Arbeit. Der Zuschuss, den das Land Hessen in Höhe von etwa 950 000 Euro bereitstellt, ist ein sichtbares Zeichen“, sagte sie. Für Karina Fissmann (SPD) war es der erste offizielle Termin als Landtagsabgeordnete. „Die Arbeit, die Sie leisten an 365 Tagen im Jahr ist vorbildlich“, betonte sie.

Landrat Dr. Michael Koch zeigte Respekt vor Magistrat und Rotenburgs Stadtverordneten, die die finanziellen Voraussetzungen für diese Maßnahme getroffen haben. „Sie schaffen attraktive Bedingungen, die notwendig und angemessen sind“, betonte er. Der Landkreis bezuschusst die Baumaßnahme mit 420 000 Euro.

Architekt Markus Stark wies auf die Besonderheit der Grundsteinlegung und dessen historischen Bezug hin. „Das Versenken der Zeitkapsel und die Gaben darin sind ein guter Beweis, dass in uns allen noch Glauben ist, dass der Bau gelingen und lange stehen soll“.

Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut freute sich, dass nunmehr der „erste Stein gelegt ist für eines der modernsten und funktionalsten Gerätehäuser im Landkreis und darüber hinaus“. Er dankte ebenfalls Bürgermeister Grunwald und den Stadtverordneten, dass sie mit diesem Bau klar Stellung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bezogen hätten.

„Der Brandschutz in Rotenburg ist mit diesem Gebäude auf die Zukunft ausgerichtet“, sagte Wehrführer Dirk Riemenschneider. Er erinnerte an den ersten Spatenstich vor neun Monaten. Die Grundsteinlegung sei ein weiteres „herausragendes Ereignis in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg“. Gesegnet wurden die Veranstaltung und der Bau von den Pfarrern Lars Niquet und Andreas Schweimer. Gemeinsam versenkten die Gäste die Zeitkapsel – mit Plänen, aktueller Tageszeitung, Geldstücken und Tafeln aus Naturschiefern der beiden Kirchen.

Insgesamt soll das Gebäude 11,5 Millionen Euro kosten, die Firma Laudemann ist Generalunternehmer. 3400 Kubikmeter Beton werden verarbeitet sowie 350 Tonnen Bewehrungsstahl.

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