Mehr als 100 Einsatzkräfte

Großeinsatz für Feuerwehr: Rind starb bei Scheunenbrand in Niedergude

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Großeinsatz für Feuerwehr: Scheunenbrand in Niedergude

Niedergude. Bei dem Scheunenbrand in Niedergude in der Nacht zum Donnerstag ist doch ein Rind in den Flammen gestorben. Das Feuer mitten im Ort hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Die 120 Jahre alte Scheune war bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Am Donnerstagmittag waren die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei erstmals vor Ort. Die Suche nach der Brandursache soll aber erst am Freitag richtig beginnen. Die Poizei hat die Brandstelle beschlagnahmt, die Ursache für den Großbrand ist bislang unbekannt. Hinweise auf eine Brandstiftung bestehen bislang nicht.

Aktualisiert um 12.50 Uhr

Teile der einsturzgefährdeten Scheune können noch nicht betreten werden, sagte Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand gegenüber unserer Zeitung. Die Feuerwehr hat Teile der Giebelwände eingedrückt. Das Stroh und Heu, das in der Scheune gebrannt hat, wurde auseinander gezogen, um Glutnester entdecken zu können. Dabei wurde auch das verbrannte Rind gefunden.

Die acht anderen Rinder, die der Landwirt aus der brennenden Scheune befreit hatte, sind inzwischen wieder eingefangen worden. Eine davon hat laut Hildebrand Brandverletzungen. Die Tiere sind bei einem anderen Landwirt im Ort untergekommen.

Kurz vor 3 Uhr hatten Anwohner das Feuer gemeldet. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort ankamen, stand die Scheune bereits vollständig in Flammen, berichtete Hildebrand. Die Flammen stiegen hoch in den Nachthimmel auf.

Die Feuerwehren aus allen Alheimer Ortsteilen waren im Einsatz, dazu die Kameraden aus der Rotenburger Kernstadt mit ihrer neuen Drehleiter. Mit 110 Einsatzkräften ist es gelungen, ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern. An ihnen gingen lediglich einige Scheiben durch die große Hitzeentwicklung zu Bruch.

Auch einen weiteren Stall, der unmittelbar an das brennende Gebäude angrenzt, konnte die Feuerwehr retten. Die Flammen wurden vom Übergreifen auf das Dach abgehalten. Die fünf Rinder und sieben Schweine, die zunächst noch in ihrer Stallung geblieben waren, sind inzwischen haben inzwischen ebenfalls bei einem Nachbarn Unterschlupf gefunden.

Völlig niedergebrannt ist die Hauptscheune, ein Fachwerkbau vom Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Anbau von 1920. Das Dachgebälk ist vollständig eingestürzt, ebenso große Teile des Fachwerks. Immer wieder loderten Flammen in den Holzbalken auf. Im gelagerten Stroh und Heu konnte sich das Feuer noch lange halten, sodass die Alheimer Feuerwehr zunächst eine Brandwache vor Ort postierte. Gegen Mittag schien es aber laut Hildebrand keine Glutnester mehr zu geben.

Großeinsatz für Feuerwehr: Scheunenbrand in Niedergude

Über die Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst noch keine Angaben machen. Einen Traktor, der im Gebäude stand, konnte der Landwirt noch retten, aber drei Anhänger wurden ein Raub der Flammen, ebenso ein Holzspalter. Der Landwirt hat sich Verbrennungen an der Hand zugezogen, als er die Rinder aus der brennenden Scheune befreite.

Großes Lob für den Großeinsatz der Feuerwehr gab es von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, die vor Ort war: "Hier ist top Arbeit geleistet worden. Wir können stolz sein, dass alle angrenzenden Gebäude gehalten wurden."

Quelle: HNA

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