Umweltministerinnen verfolgen gemeinsame Ziele

Der Große Suhlsee im Naturschutzgebiet Rhäden wird saniert

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Rhäden lockt seltene Vogelarten an: Der Große Suhlsee und das bewaldete Feuchtgebiet bieten Schutz-, Rast- und Nahrungsplätze.

Obersuhl. Die Umweltministerinnen aus Hessen und Thüringen, Priska Hinz und Anja Siegesmund, vertiefen ihre Zusammenarbeit, um den Naturschutz voranzutreiben.

Länderübergreifend wollen sie den Großen Suhlsee im Naturschutzgebiet Rhäden ökologisch sanieren. Dieser sei von starker Verschlammung bedroht. Deshalb stellt das Land Hessen Finanzmittel für eine sogenannte Sömmerung bereit. Dabei wird bei einem Teil des Sees das Wasser abgelassen, dadurch trocknet der Schlamm und reduziert sich.

Der in Thüringen gelegene Dankmarshäuser Rhäden und der in Hessen gelegene Obersuhler Rhäden im Werratal gelten als überregional bedeutsame Naturschutzgebiete und gehören zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. „Wir werden weiterhin gemeinsam an der Erhaltung und Entwicklung des länderübergreifenden Rhädens als bedeutsamen Feuchtgebiet arbeiten“, sagten die beiden Umweltministerinnen bei ihrem Besuch der Rhäden-Naturschutzgebiete.

Die durch Auslaugung von Zechsteinsalzen entstandene Senke des Rhäden wurde durch Wiedervernässung einst trocken gelegter Wiesen zum Biotop umgewandelt. Mittlerweile ist die Auenlandschaft ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Vögel. Kraniche ziehen durch, Blau- und Braunkehlchen, Kiebitz, Rot- und Schwarzmilan brüten dort. Damit es so bleibt, werden auf thüringischer Seite Heckenrinder und Exmoor-Ponys zur Landschaftspflege eingesetzt. Auf hessischer Seite werden die Flächen überwiegend gemäht.

Die Umweltministerinnen vereinbarten, die Auswirkungen der unterschiedlichen Ansätze zu beobachten und nach etwa drei bis fünf Jahren die Ergebnisse auszuwerten. 

Quelle: HNA

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