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Hyundai-Großauftrag für Conti-Tochter Vitesco, aber ohne Bebra

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Von: Clemens Herwig

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Rund 150 Vitesco-Mitarbeiter haben vergangene Woche auf dem Mehrzweckplatz in Bebra mehr Gehalt, aber vor allem eine Zukunftsperspektive gefordert.
Rund 150 Vitesco-Mitarbeiter haben vergangene Woche auf dem Mehrzweckplatz in Bebra mehr Gehalt, aber vor allem eine Zukunftsperspektive gefordert. © Clemens Herwig

Der Automobilzulieferer Vitesco Technologies hat einen Großauftrag mit Hyundai an Land gezogen.

Bebra – Die Continental-Tochter soll Hochspannungskomponenten „in bedeutender Stückzahl“ für Elektrofahrzeuge der südkoreanischen Hyundai Motor Group produzieren. Das Umsatzvolumen liegt laut Pressemitteilung im dreistelligen Millionen-Bereich. Davon profitieren werden die Standorte Bebra und Mühlhausen allerdings nicht, heißt es auf Nachfrage.

In den Partnerwerken werden unter anderem Kraftstoffpumpen, Wasserpumpen, Drosselklappen und Schaltmodule für Automatikgetriebe hergestellt. „Hochspannungskomponenten, wie wir sie unter anderem für die Hyundai Motor Group produzieren, zählen nicht dazu“, so eine Sprecherin. Ziel sei weiterhin, Bebra zukunftsfähig als wichtigen Standort für Aktuatoren-Technologien im globalen Fertigungsverbund von Vitesco Technologies aufzustellen. Als Kompetenzzentrum für bürstenlose Gleichstrommotoren biete Bebra Produkte, die auch bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb für anspruchsvolle Anwendungen unverzichtbar seien. Der Automobilzulieferer Continental durchläuft derzeit eine Konzernumstrukturierung und setzt verstärkt auf Elektronik. Vitesco Technologies – die ehemalige Antriebssparte Powertrain – sollte bereits im Frühjahr 2020 vom Mutterkonzern abgespalten werden. Die Corona-Pandemie wirbelte die Zeitpläne allerdings durcheinander. Jetzt soll es für den Vitesco-Börsengang Ende April einen zweiten Anlauf geben.

Auf Nachfrage widerspricht das Unternehmen dem Szenario, das bei einer Kundgebung der IG Metall in der vergangenen Woche auf dem Mehrzweckplatz in Bebra gezeichnet wurde. Gewerkschaftsvertreter und Betriebsrat hatten die Befürchtung geäußert, dass in Bebra und Mühlhausen im schlimmsten Fall die Hälfte der Arbeitsplätze wegfallen könnten, wenn zum altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern betriebsbedingte Kündigungen hinzukommen. Das könne man nicht bestätigen, heißt es von Vitesco: Der Standort Bebra habe rund 790 Mitarbeiter, in Mühlhausen gebe es 150 Beschäftigte. Das thüringische Werk soll bis Ende 2022 geschlossen werden, in diesem Zuge seien 150 Stellen betroffen – an beiden Standorten zusammen. (Clemens Herwig)

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