Hessen Mobil will Unfall-Schwerpunkt beseitigen

Gefährliche Kurve der A 4 wird entschärft

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Die Geschindigkeitsmessanlage an der Eichhorsttalbrücke wird abgebaut. 

Wildeck. Die A 4 wird ab 9. Oktober bei der Eichhorsttalbrücke in Fahrtrichtung Osten im Kurvenbereich verbreitert.

Das teilt Hessen Mobil mit. Bereits ab 3. Oktober sind beide Fahrspuren auf 6,40 Meter verengt. An bis zu drei verlängerten Wochenenden im November ist der Baustellenbereich von Freitagabend, 21 Uhr, bis Dienstagmorgen, 5 Uhr, auf eine Fahrspur beschränkt. Mit Behinderungen ist zu rechnen. Die Fahrtrichtung Westen ist zu keiner Zeit betroffen. Die Arbeiten dauern insgesamt bis 8. Dezember. Die Kosten liegen bei rund 560 000 Euro. Kostenträger ist der Bund.

Ziel der Maßnahme ist die Entschärfung einer kritischen und unfallträchtigen Übergangsstelle zwischen der neuen Eichhorsttalbrücke und der alten Trasse der A 4. 

Seit der Freigabe im Mai 2016 war der Bereich mit Tempo 100 ausgeschildert, trotzdem kam es in der Folgezeit zu einem vermehrten Unfallaukommen. Da die zusätzlich vorgenommene Hinweisbeschilderung zu keinem nachhaltigen Erfolg geführt hat, wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Autos auf 80 Stundenkilometer und für Fahrzeuge über 3,5 t auf 60 Stundenkilometer reduziert.

Erst durch die zusätzliche Aufstellung von LED-beleuchteten Schildern mit der Wiederholung der Geschwindigkeitsbeschränkung konnten die Unfallzahlen verringert werden. Zur weiteren Unfallvermeidung stellte die Bad Hersfelder Autobahnpolizei eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage auf. Der "Enforcement Trailer" hat seit April 2017 rund drei Millionen vorbeifahrende Fahrzeuge gemessen und rund 200.000 davon geblitzt. „Seit Fertigstellung der Brücke im Mai 2016 mussten die Kolleginnen und Kollegen der Autobahnpolizei Bad Hersfeld an der Gefahrenstelle rund fünfzig Verkehrsunfälle aufnehmen. Dabei blieb es nicht allein bei Sachschäden. Auch Menschen wurden verletzt. Nicht selten brachten zu schnelle Fahrzeuge Polizistinnen und Polizisten bei der Unfallaufnahme in Gefahr. Seit der Aufstellung des Enforcement Trailers gab es nur noch drei leichte Verkehrsunfälle. Das zeigt, dass sich diese Maßnahme für die Verkehrssicherheit gelohnt hat“, sagt Osthessens Polizeipräsident Günther Voß. „Mit Beginn der Bauarbeiten werden wir den Enforcement Trailer vor der Eichhorsttalbrücke abbauen. Wir werden ihn dann an anderen Stellen mit hohem Verkehrsunfallaufkommen auf den Autobahnen in Osthessen aufstellen.“

Der an die Eichhorsttalbrücke anschließende Neubauabschnitt der A 4 befindet sich noch im Planfeststellungsverfahren. Für den Baubeginn kann noch kein konkreter Zeitpunkt genannt werden. "Da die derzeitige Linienführung eine technisch unbefriedigende Trassierung aufweist haben, wir die Entschärfung dieser Übergangsstelle zeitlich vorgezogen. Die Anbindung erfolgt in einer relativ engen Kurve. Dieser Bereich wird jetzt gestreckt und die Linienführung verbessert." sagt Peter Wöbbeking, Regionaler Bevollmächtigter Osthessen von Hessen Mobil. (red/zac)

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