Lieferengpässe zeichnen sich ab

Frischluft weiter durch Fenster: Bislang keine Lüftungsanlagen in den Schulen des Kreises

Corona und Schulen
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Nach den Herbstferien geht es an den Schulen im Kreis Hersfeld-Rotenburg erneut unter schärferen Corona-Auflagen weiter.  (Symbolbild)

Nach den Herbstferien geht es an den Schulen im Kreis Hersfeld-Rotenburg erneut unter schärferen Corona-Auflagen weiter.

Hersfeld-Rotenburg – Am Montag starten auch im Landkreis die beiden sogenannten Präventionswochen, welche es bereits nach den Sommerferien gab und die die Infektionsgefahr durch Reiserückkehrer mindern sollen.

Das heißt: Schülerinnen und Schüler müssen sich dreimal in der Woche testen, und es gilt zunächst vorübergehend die Maskenpflicht auch am Sitzplatz. Vor allem aber wird es nun wieder recht frisch in den Klassenräumen, verstärktes Lüften wird notwendig, weil es nach wie vor keine Lüftungsanlagen in Klassenräumen gibt. Dennoch ist man auch im Staatlichen Schulamt optimistisch, dass der Unterricht ohne große Probleme weiter erteilt werden kann. „Im Grunde läuft es eingeübt wie nach den Sommerferien“, sagt Dirk Dittmar, der aktuell Jürgen Krompholz als Amtsleiter vertritt.

Der Kreistag hatte im September den Weg frei gemacht für die Anschaffung von Lüftungsanlagen. „Der Fachdienst Schulen und Gebäude arbeitet mit Hochdruck an den Förderanträgen und Ausschreibungen für die Lüftungsanlagen“, erklärte Kreissprecherin Jasmin Krenz. Als erste sollen die Grundschulen mit Anlagen ausgestattet werden. Dann sollen die Gesamtschulen folgen, sagte Krenz weiter. Allein die Anlagen für die Grundschulen sollen 2,3 Millionen Euro kosten. 80 Prozent trage der Bund, allerdings müsse der Landkreis das Geld vorschießen. So sind für den Haushalt 2022 5,7 Millionen Euro für die Ausstattung von Gesamt- und Förderschulen eingeplant.

Schon jetzt zeichnet sich laut Krenz ab, dass es zu Lieferengpässen bei den Lüftungsanlagen kommen wird. Deshalb rechnet man im Landratsamt mit einer Verzögerung der Ausstattung in den Gesamtschulen. Dort sollten die Räume bevorzugt Anlagen bekommen, die nur eine Fensterfront haben und damit schlechter zu belüften sind, oder die mit einer sehr hohen Schülerzahl.

Schon vor Monaten hat der Landkreis als Schulträger 40 mobile Lüftungsgeräte angeschafft, die an 16 verschiedenen Schulen aufgestellt wurden. Das sei nur als zusätzliche Maßnahme für die Räume anzusehen, die nur schlecht belüftet werden können, etwa solche, die nur Oberlichter haben, erklärte die Kreissprecherin.

Insgesamt investiert der Kreis laut Jasmin Krenz 1,35 Millionen Euro für Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen.

20 Seiten Hygieneplan für Schulen

Rund 20 Seiten umfasst der Hygieneplan, den das Kultusministerium für die Schulen in Hessen aufgelegt hat. Darin findet man auch Hinweise zum Stoß- und Querlüften, das effektiver sei als Kipp- und Dauerlüftung. Die Homepage des Ministeriums ist aktualisiert worden und bietet unter dem Menüpunkt Topthema Corona und Schulen alle aktuellen Regelungen und Hinweise.  kultusministerium.hessen.de (Silke Schäfer-Marg)

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