„Krönender Abschluss“

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Sie haben es geschafft: Insgesamt 24 Kraftfahrzeugmechatroniker wurden am Freitagabend in „Bebras Hessischem Hof“ von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freigesprochen.

Bebra. Kevin kommt aus Oberhaun, Fabian aus Oberthalhausen. Ob es am „Ober“ im Ortsnamen liegt, dass die beiden die „Überflieger“ gewesen sind und bei der Winter-Gesellenprüfung 2017/2018 als Prüfungsbeste abgeschnitten haben?

Der Kraftfahrzeugmechatroniker Kevin Bock aus der Gemeinde Hauneck und der Elektroniker Fabian Holzhauer aus der Gemeinde Ludwigsau – und natürlich ihre Ausbildungsbetriebe – können auf jeden Fall stolz sein auf ihre Leistungen.

Aber auch ihre Mitstreiter, die weiteren 23 Kraftfahrzeugmechatroniker und sechs Elektroniker, die sechs Metallbauer und die fünf Anlagenmechaniker (SHK), die in Betrieben, die der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg angeschlossen sind, ihre Ausbildung absolviert haben, sind ein gutes – und wichtiges – Stück auf ihrem Berufsweg und damit auf ihrem Weg ins Leben vorangekommen. Grund genug, das „frohe Ereignis“ in stilvollem Rahmen in „Bebras Hessischem Hof“ zusammen mit Ausbildern, Lehrern, Prüfern, Ehrengästen, Eltern und Verwandten zu feiern und sich voneinander zu verabschieden.

Wichtiger Grundstein

Wie immer beim Wintertermin oblag es Obermeister Kurt Modenbach, dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister, Handwerkernachwuchs und Gäste in Anwesenheit von Kreishandwerksmeister Marco Diegel und Hauptgeschäftsführer Hans-Wilhelm Saal zu begrüßen und nach altem Brauch von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freizusprechen. „Sie haben Ihr Können unter Beweis gestellt und den Grundstein für weiteres Vorankommen gelegt!“, betonte der erste Mann der Innung der Metallhandwerke. Gleichwohl gelte es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzubilden: „Hören Sie nie auf zu lernen, denn Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom. Wer damit aufhört, treibt zurück!“

„Sie sind in der Lage, für sich selbst zu sorgen und verantwortlich zu handeln! Übernehmen Sie Verantwortung, stehen Sie ein für Sorgfalt, Qualität, Termintreue und Kundenfreundlichkeit, seien Sie Ihren Betrieben ein fairer Partner, und versuchen Sie, auch Ihren Chef zu verstehen!“, rief der Rotenseeer der Jung-Gesellenrunde zu, der diesmal keine „Jung-Gesellin“ angehörte. Wie immer schloss er seine Ansprache mit den Worten: „Gott schütze das ehrbare Handwerk!“

Ende der Ausbildungszeit

Als Festredner trat Kreishandwerksmeister Marco Diegel ans Mikrofon. Der Weißenhaseler bezeichnete die bestandene Gesellenprüfung und den Tag der Freisprechung als „krönenden Abschluss einer dreieinhalbjährigen Ausbildung“ und gratulierte – als frisch gewählter erster Handwerker des Kreises – ganz besonders herzlich. „Sie alle werden hier in unserer Region gebraucht, gehören Sie doch zu denjenigen, die in absehbarer Zukunft die Geschicke unseres Handwerks leiten und als Selbstständige für Arbeitsplätze sorgen werden!“ Weiter sagte er: „Der Schlüssel für den Erfolg deutscher Betriebe liegt im Know-how und in der fachlichen Qualifikation von Betriebsinhabern und Mitarbeitern!“ Gerade darin spiegele sich der durch das duale Ausbildungssystem bis hin zur Meisterausbildung vermittelte Wissensstand wider.

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg

Auch Diegel motivierte zu ständiger Weiterbildung und dazu, sich über die jeweilige Innung zum Leistungswettbewerb der Handwerksjugend anzumelden. Sein Schlussanliegen lautete: „Ich wünsche mir – und damit auch Ihnen – einen gut funktionierenden Landkreis, den Erhalt unseres Bevölkerungsstandes und den Betrieben eine weitere Steigerung der Effizienz durch gut ausgebildete, tatkräftige Mitarbeiter, wie wir sie schon heute haben. Auf gute Zusammenarbeit und viele neue Ideen!“

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Nach einem leckeren Abendessen nahmen die glücklichen Junghandwerker ihre Zeugnisse entgegen – vielfach beglückwünscht von den Obermeistern und den ebenfalls glücklichen Ausbildern und Lehrern. Moderiert wurde die Zeugnisausgabe von Hauptgeschäftsführer Hans-Wilhelm Saal aus Bad Hersfeld, der sich vor dem Übergang in den inoffiziellen Teil des Abends beim Autohaus Kirschstein ausdrücklich dafür bedankte, dass es kurzfristig ein Hybridfahrzeug für die Prüfung zur Verfügung gestellt hat, denn natürlich war bei der Gesellenprüfung auch Wissen und handwerkliches Können rund um Elektromobilität gefragt. (zwa)

Quelle: HNA

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