Bild einer Wildkamera

Erstes Paar in Hessen offiziell bestätigt: Stölzinger Wölfin hat wohl einen Partner

Wolf Fotofalle Stölzinger Wölfin (möglicherweise!) bei Schemmern am 26. März Copyright: HLNUG / Luchsprojekt Uni Göttingen
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Das ist sie wahrscheinlich: Die Stölzinger Wölfin mit dem Kürzel GW1409f, die in Nordhessen heimisch geworden ist. Der Rechteinhaber des Fotos, wo sie mit dem Rüden zu sehen ist, hat einer Verwendung für Medien nicht zugestimmt.

Was schon länger als Gerücht die Runde machte, ist nun vom Hessischen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (HLNUG) bestätigt worden.

Das HLNUG schreibt in einer Pressemitteilung: „Erstmals wurden zwei Wölfe zeitgleich sicher nachgewiesen, seit die Art wieder nach Hessen zurückkehrt. Die beiden Wölfe sind auf einem Kamerafallenfoto vom 24. Februar 2021 gemeinsam an einem Rotwildkadaver zu sehen. Das Foto und weiteres Bildmaterial wurde dem Wolfsmonitoring beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zur Auswertung vorgelegt.“

Um welche Individuen es sich bei den beiden Wölfen handelt, könne anhand des Fotos, das in Ludwigsau entstanden ist, nicht festgestellt werden. Dass es sich bei den Tieren um ein Paar mit der territorialen „Stölzinger Wölfin“ GW1409f sowie den im Dezember in der Region genetisch nachgewiesenen Rüden GW1939m handelt, sei möglich, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht mit Sicherheit sagen. Der Rotwildkadaver, an dem die beiden Tiere fotografiert wurden, wurde im Auftrag des HLNUG umgehend durch einen ehrenamtlichen Wolfsberater untersucht und beprobt. Da der Kadaver zwischenzeitlich starkem Niederschlag ausgesetzt war, ist jedoch unklar, ob die genetische Analyse weitere Informationen, etwa zur Identität der Wölfe, liefern kann.

Das Foto ist auf der Internetseite des HLNUG veröffentlicht worden. Einer Verwendung für Medien hat der Rechteinhaber nicht zugestimmt.

Die Stölzinger Wölfin hat, genetisch belegt, bislang neunmal Weidetiere getötet: mehrmals im zu Rotenburg gehörenden Haselgrund, bei Hessisch Lichtenau und bei Sontra sowie bei Alheim-Heinebach und Nentershausen-Dens. Rund 30 Schafe, Ziegen und Kälber sind dabei getötet worden.

Einen Abschuss des Tieres hat Oliver Conz, Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium, im Interview mit unserer Zeitung erneut abgelehnt. Im Stölzinger Gebirge sollen zum Schutz gegen den Wolf stattdessen die Zäune aufgerüstet werden.

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