Feuerwehr riegelt Ulfe-Zulauf ab

Forellen in Ronshäuser Fischteich sterben an Löschschaum

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Musste mit dem Rechen tote Forellen herausfischen: Der Hauptgewässerwart Karlfried Möller des Sportangelvereins Ronshausen mit – von links – Bürgermeister Markus Becker und dem Vereins-Ehrenvorsitzenden Manfred Wassermeyer.

Ronshausen. Schaum in der Ulfe bei Ronshausen und in den benachbarten Forellenteichen des Sportangelvereins sowie mehrere tote Fische – diese Entdeckung machten am Mittwochvormittag Gewässerwarte des Sportangelvereins.

Schnell war klar: die Ulfe, die die Teichanlage des Vereins im Ziebach speist, muss abgeriegelt werden. Vereins-Ehrenvorsitzender Manfred Wassermeyer informierte zunächst Bürgermeister Markus Becker, der schließlich gegen 12 Uhr mittags die Feuerwehr alarmierte. Vor Ort fand diese einen schäumenden Ulfe-Bach vor.

„Dabei handelt es sich vermutlich um Löschmittel, das vom LKW-Brand auf der A 4 bei Hönebach am Dienstagnachmittag stammt und in die Ulfe eingetragen wurde“, sagte Kreisbrandmeister Patrick Kniest, der den Einsatz als Fachberater des Landkreises unterstützte. Das Löschmittel, das im Wasser des Baches enthalten sei, werde an den Staustufen der Ulfe mit Luft verwirbelt und so aufgeschäumt, erklärte Kniest.

Schaum auf der Ulfe: Der Bachlauf im Bereich Ziebach in Ronshausen war am Mittwochmittag dick mit Schaum bedeckt.

Damit kein weiterer Löschschaum in die Teichanlage eindringen konnte – insgesamt betreiben die Sportangler dort sechs Aufzuchtteiche auf ihrem Vereinsgelände – riegelte die Feuerwehr zunächst die Wasserzufuhr aus der Ulfe ab. Mit Schläuchen sorgte sie zudem dafür, dass die Teiche aus dem benachbarten Paul-Rexroth-See, der von Machtlos aus und nicht von der Ulfe gespeist wird, mit Frischwasser versorgt wurden.

„Wir hoffen jetzt, dass sich die Situation entschärft und wir nicht noch mit Schlimmerem rechnen müssen“, erklärte ein besorgter Bürgermeister Markus Becker. Was genau dazu führte und wie die Verunreinigung der Ulfe zustande gekommen ist, muss noch geklärt werden. Im Einsatz waren rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Ronshausen.

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