Verabschiedung 

Heinrich-Auel-Schule in Rotenburg entließ Abgänger und weihte Kunstwerk ein 

Zum Abschied eine Rose: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse H4 verlassen die Heinrich Auel-Schule. Rechts ihr Klassenlehrer Hubertus Schaefer. Fotos: Schäfer-Marg

Rotenburg. In einer Feierstunde hat die Heinrich-Auel-Förderschule in Rotenburg 17 Schülerinnen und Schüler verabschiedet. Die Jugendlichen gehen jetzt unterschiedliche Wege. 

Es klang ein bisschen wie eine Liebeserklärung an die Heinrich-Auel-Schule, was Abgänger Ramon Ziegler sagte: Hier habe er Zeit und Raum zur Entfaltung bekommen. Man respektiere die Schüler und behandele sie wertschätzend.

Ramon war einer der 17 Schülerinnen und Schüler, die in einer Feierstunde aus der Rotenburger Förderschule verabschiedet wurden. Zwei von ihnen werden eine Lehre beginnen, elf weitere besuchen künftig eine Kooperationsklasse an der Jakob-Grimm-Schule, um ihren Hauptschulabschluss zu schaffen. Vier Schüler wechseln in berufsvorbereitende Maßnahmen. Und auch das sagte Ramon: Es sei schade, dass es noch immer Vorurteile gegen die Förderschule gebe.

Und auch sie gehen: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse H3. Rechts Klassenlehrerin Manuela Kinner.

Ein Schlaglicht auf die Arbeit der Heinrich-Auel-Schule warf auch Leiterin Sabine Flegel. Sie berichtete von einer Anti-Mobbing-Woche, die von Eltern gefordert und unterstützt worden war. Vom gemeinsamen Frühstück, vom Schulgarten und von Exkursionen, von Berufsorientierungsprojekten sowie vom Plan für die Grundstufe, im kommenden Schuljahr grundsätzlich einen Tag pro Woche draußen zu verbringen – bei jedem Wetter. „Fliegt in die Welt, bleibt ehrlich, hört auf Euer Herz und vertraut Euren Eltern“, gab Flegel den Abgängern mit auf den Weg. Lisa Knierim und Jannis Gebhardt moderierten mit aufmunternten Worten an die Abgänger die Veranstaltung, in deren Verlauf Stück für Stück eine Skulptur des Thüringer Künstlers Hardy Raub enthüllt wurde. Für Sabine Flegel symbolisiert sie einen offenen Kokon, in dem sich die Raupen entwickeln und den sich als Schmetterlinge frei verlassen können.

Die Auel-Schüler selbst sorgten für ein Unterhaltungsprogramm: So sangen Grundstufen-Kinder das Regenbogenlied, es gab einen Anti-Mobbing-Rap, einen Tanz sowie eine lustige Interpretation des verkürzten Aschenputtel-Märchens.

Kreisbeigeordneter Heinz Schlegel wünschte den Jugendlichen Glück und Erfolg, die man neben dem schulischen Rüstzeug für ein gutes Leben brauche. Bürgermeister Christian Grunwald sagte, dass nun jeder der Abgänger die Chance habe, auf dem Gelernten aufzubauen und sich weiterzuentwickeln. Dafür gebühre den Lehrkräften und den Eltern Dank. „Die Stadt Rotenburg ist stolz, dass es Euch gibt“, sagte er.

Verabschiedet wurden: (Klasse H3)Sarah Baur, Patrick Eichwede, Nesrin Eker, Luys Görzen, Yannis Schmidt, Aleksandra Sedlacek.

Klasse H4: Jonas Bebendorf, Anastasia Josefy, Charleen Lotz, Niklas Münscher, Lara Reemts, Sebastian Schetter, Mirco Schmidt, Lisa Urban, Michael Skrzypzak, Ramon Zielger, Fernando Kiowski.

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