Ein Film zum Geburtstag

Festspiel-Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss zeigt "Weiber!" im Bad Hersfelder Kino

Schauspieler und Filmemacher: Pierre Sanoussi-Bliss mit dem Plakat für „Weiber!“, der am 18. August um 19 Uhr im Bad Hersfelder Kinocenter gezeigt wird. Foto: Karl Schönholtz

Bad Hersfeld. Festspiel-Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss zeigt seinen Film „Weiber!“ im Bad Hersfelder Kinocenter.

Sein Film wurde auf 22 internationalen Festivals gezeigt, hat dabei sieben Preise eingeheimst und füllte bei der Premiere den großen Saal des Babylon-Kinos am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz. Doch gedreht wurde „Weiber!“ ohne Produktionsfirma, ohne auch nur einen Cent Filmförderung, und einen Verleih hat sein Regisseur Pierre Sanoussi-Bliss bis heute nicht gefunden.

Sanoussi-Bliss, der in diesen Tagen bei den Bad Hersfelder Festspielen in „Peer Gynt“ auf der Bühne der Stiftsruine steht, macht sich hier mit „Weiber!“ ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk: Am 17. August feiert er, und am Tag danach wird sein Film in einer exklusiven Sondervorstellung im örtlichen Cineplex gezeigt. Das hat er gemeinsam mit Kinobetreiber Horst Martin, diesem umtriebigen Cineasten, ausgeheckt.

Bei der Vorführung des 90-minütigen Streifens am Samstag wird Sanoussi-Bliss natürlich zugegen sein und nachher auch gerne mit den Besuchern diskutieren.

„Weiber!“ erzählt die Geschichte dreier Schwestern, die den gewalttätigen Mann der einen um die Ecke bringen, und durch den neuen Freund einer anderen – einem Kriminalbeamten – in eine Reihe skurriler Ereignisse verwickelt werden. Noch dazu soll das Mordopfer posthum als Erzeuger für ein Kind herhalten. Eine untypische deutsche Komödie mit viel schwarzem Humor verspricht Sanoussi-Bliss, der für die Produktion per Crowdfunding – eine Art Spendensammlung – das vergleichsweise schmale Budget von 37 000 Euro zusammenkratzte.

„Schwestern teilen. Alles.“ heißt der Untertitel des Films, dessen Drehbuch durch eine Schlagzeile der Bild-Zeitung inspiriert wurde. Als im Freundes- und Bekanntenkreis von Sanoussi-Bliss eines Tages „alles passte“, scharte er für 14 Drehtage innerhalb von drei Wochen ein illustres Ensemble um sich, dem beispielsweise „Landarzt“ Walter Plathe, die DDR-Ikone Margit Bendokat, Winnie Böwe, Astrid Marie Pollmann und Floriane Daniel angehörten.

„So etwas geht nur in absolut guter Atmosphäre, da bin ich am Set ein Harmonieschwein,“ erinnert sich der Regisseur. Er selbst ist in einem kurzen Moment als Kellner zu sehen.

Wer am Samstag keine Zeit hat, „Weiber!“ aber trotzdem sehen möchte, der hat über die Streaming-Plattformen alleskino.de und Pantaflix Gelegenheit dazu.

Quelle: HNA

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