Bauarbeiten haben begonnen

Verlegung kostet 1,2 Mio. Euro: Feldweg bei Bebra wird zur Bundesstraße

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Noch ein Schotterweg: Bis November entsteht hier eine Behelfs-Bundesstraße, die nördlich des Bebraer Gewerbegebiets zur B 27 führt. Die Fahrbahn wird auf acht Meter verbreitert. Links im Bild verläuft die B 83, im Hintergrund ist Lispenhausen zu sehen.

Bebra/Rotenburg. Die Bauarbeiten für die provisorische Bundesstraße zwischen Bebra und Lispenhausen haben begonnen.

Was bisher ein geschotterter Wirtschaftsweg ist, soll Ende November die B 83 und die B 27 verbinden, weil die Bundesstraße zwischen Bebra und Lispenhausen dann für zwei Jahre gesperrt wird. Gründe sind der Abriss und Neubau der Brücke über die Bahnlinie bei Bebra. Mit größeren Verkehrsbehinderungen sei nicht zu rechnen, so Pressesprecher Joachim Schmidt von Hessen Mobil auf Anfrage.

Der Ausbau des geschotterten Wirtschaftswegs sei die beste der sieben geprüften Varianten. Er beginnt kurz vor Lispenhausen an einer Reihe Obstbäume und verläuft nördlich des Industriegebietes, wo er in die Justus-Liebig-Straße mündet. Die Fahrbahnbreite soll für die Dauer der Umleitung von etwa drei auf acht Meter ausgebaut werden. Eine Ampelschaltung vor Lispenhausen sei nicht geplant. Wo die Umgehungsstraße und die B 27 aufeinandertreffen, werde es eine Ampelanlage geben.

Nördlich ums Gewerbegebiet: Die geplante Baustellenumfahrung (rot eingezeichnet) führt nördlich von Hessen Forst zur B 27 und vor Lispenhausen zur B 83. Foto/Grafik: Hessen Mobil/nh

Im Bereich der Justus-Liebig-Straße wird die Straßenbreite sogar auf zehn Meter erweitert – dort arbeiten Hessen Mobil und die Stadt Bebra zusammen. Eine vier Hektar große Fläche nördlich des Gewerbegebiets ist bereits mit einem Bebauungsplan versehen und erschlossen. Weitere Flächen seien angedacht, so Bauamtsleiter Patrick Schuster.

Stadt beteiligt sich

Damit der von Hessen Mobil für die Umleitung vorgenommene Straßenausbau auch nach deren Ende genutzt werden kann, beteilige sich die Stadt und gleiche die Mehrkosten für den Bau aus. Laut Schuster sind das für 475 Meter rund 65 000 Euro.

Die entstehende Umleitungsstrecke ist Teil eines 11,9 Millionen Euro teuren Großprojektes: Die mehr als 50 Jahre alte Brücke über die Bahnlinie wird bis Ende 2020 komplett abgerissen und neu gebaut. Der beim Bau der Brücke in den 60er-Jahren verwendete Spannstahl, der den Beton zusammenpresst, neige zur Korrosion, heißt es von Hessen Mobil.

Bei Untersuchungen im Vorfeld des Brückenneubaus im Mai 2017 mit Bohrung in bis zu 45 Meter Tiefe war zudem festgestellt worden, dass die Tragfestigkeit des Untergrunds einen Neubau aufwendiger macht. Die Brücke führt über Bahngleise und einen Wirtschaftsweg, die Kosten von knapp 12 Millionen Euro teilen sich die DB Netz AG und die Bundesstraßenbauverwaltung.

Hohe Kosten für Umleitungsstrecke

Der Kostenanteil für die derzeit entstehende Umleitungsstrecke beträgt laut Hessen Mobil etwa 1,2 Millionen Euro. Ursprünglich sollte die Umleitungsstrecke bereits ab März entstehen und die Arbeiten an der Brücke im Oktober starten. Die Verzögerung erklärt Hessen Mobil damit, dass die Baurechtschaffung für die Brücke länger gedauert habe. Das Projekt sei jedoch insgesamt im Zeitplan.

Quelle: HNA

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