Schwierige Ermittlungen

Ertrunkener vom Breitenbacher See konnte nicht schwimmen

Breitenbach. Der 24-Jährige, der am Dienstag im Breitenbacher See ertrunken ist, konnte nicht schwimmen. Das haben die Ermittlungen der Polizei ergeben.

Der Asylbewerber aus Eritrea, der in Bebra lebte, war mit zwei Landsleuten an den Baggersee gekommen. Alle drei konnten nicht schwimmen, berichtet Polizeisprecher Manfred Knoch. Die Gruppe habe nicht, wie zwischenzeitlich gemeldet, aus acht Personen bestanden. Laut Knoch haben sich die Ermittlungen wegen der Sprachbarriere schwierig gestaltet.

Um sich bei sommerlichen Temperaturen abzukühlen, habe sich das Trio eine abgeschiedene Stelle des Sees gesucht. Dort ist allerdings Baden ausdrücklich verboten, worauf mehrere Schilder hinweisen, sagt Stefan Knoche von der Stadtentwicklung Bebra, die die touristische Nutzung des Baggersees plant.

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Die Bekannten des 24-Jährigen seien zuerst ins Wasser gegangen und hätten sich mit begrenzten schwimmerischen Fähigkeiten zu einer Boje vorgearbeitet. Ihr Freund folgte, konnte sich aber schon nach zehn Metern nicht mehr über Wasser halten und ging unter, berichtet Knoch.

Die Freunde hätten noch versucht, den 24-Jährigen zu finden. Ohne Erfolg. Drei Stunden später, gegen 19.30 Uhr, schlugen Rettungshunde über der Stelle im Wasser an, wo die Leiche lag. Taucher der DLRG Bebra und der Feuerwehren Bad Hersfeld und Kassel waren im Einsatz und bargen den Toten.

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Quelle: HNA

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