Entdecker im Fackelschein

Rotenburger Entdeckernacht: Abend für Neugierige und Wissensdurstige

Keine Angst vor großen Vögeln: Jesper Witzel (10) aus Rotenburg, zusammen mit Uhu Pimpf (7). 

Rotenburg. Fackeln vor historischen Gebäuden, der katholischen Kirche, Freiwilligen Feuerwehr und Museen zogen am Samstagabend Abenteurer nach Rotenburg. Der Grund: Die Entdeckernacht.

Zu entdecken gab es wieder jede Menge, mit viel Liebe zum Detail und tollen Ideen präsentiert.

Im oberen Stockwerk des Kreisheimatmuseums, vor einem alten Webstuhl, saß Irmtraud Fleischhut aus Rotenburg. In Tracht gekleidet, erzählte die ehemalige Lehrerin Sagen „Rund um den Alheimer“, darunter auch „Die weisse Frau vom Hausberg“.

Ein Stockwerk tiefer empfing der Kunstverein Rotenburg bei seiner Vernissage die Gäste. Die Stilrichtungen der Bilder waren sehr unterschiedlich und boten den Besuchern ungewöhnliche Motive, abstrakte Collagen und prächtige Landschaften: „Das ist ja unser Hobby, und da freuen wir uns ganz besonders über diese Ausstellung“, erklärte die Künstlerin Edith Schadt.

In Tracht: Irmtraud Fleischhut erzählte allen, die sich die Zeit nahmen, Sagen „Rund um den Alheimer“.

Vom Kreisheimatmuseum war es nur ein Katzensprung hin zur Jugendherberge. Da erwarteten Michael und Silvia Schanze die Entdecker. Und die machten große Augen, als sie Uhu Pimpf (7), Rotmilan-Dame Lucia (5) und Waldkauz Rosalie (5) sahen. Im Gepäck hatte der passionierte Falkner tolle Geschichten aus seiner Erlebnis-Falknerei, viel Wissenswertes und eine Menge Humor.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen ihm und dem kleinwüchsigen Uhu Pimpf (54 Zentimeter) sorgte immer wieder für Lacher. Mit Wortwitz und Unterstützung durch seine Vögel erklärte Schanze, wovon sich seine Schützlinge ernähren, wo sie eingesetzt werden und was die Falknerei ausmacht.

Gleich neben der Jugendherberge hatte auch die Freiwillige Feuerwehr ihre Tore für Besucher geöffnet. In diesem Jahr war die Feuerwehr auch Teil des Quiz’, das es rund um die Entdeckernacht zu lösen galt. Junge und ältere Besucher bestaunten die Löschfahrzeuge der Brandschüzter.

In der katholischen Kirche sorgten sphärische Klänge und stimmungsvolle Beleuchtung für ein Ambiente, das die Zeit vergessen ließ. Andächtig saßen die Besucher in der Kirche und genossen den Moment.

Schüler in der Mikwe

Lebendiger ging es bei Dr. Heinrich Nuhn und seiner Frau Inge zu. In der Mikwe empfingen sie auch Schüler der Geistalschule Bad Hersfeld. Lehrerin Janine Apel-Herrmann leitet die „Kinder-Uni-AG“ und besucht zusammen mit den Schülern immer wieder interessante Museen.

Um kurz nach 22 Uhr erlosch die letzte Fackel in Rotenburg und die Entdecker traten den Heimweg an.

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